Verbund - Quartalsergebnis 1/2002: Weiter auf Wachstumskurs

Umsatzerlöse stark ausgeweitet - operatives Ergebnis erneut verbessert - operativer Cash-flow deutlich erhöht

WIEN (OTS) - Highlights:
- Umsatzerlöse um 190,4 Mio. € (+ 45,6 %) auf 607,7 Mio. € ausgeweitet
- Operatives Ergebnis um 6,0 Mio. € (+ 7,8 %) auf 83,6 Mio. € verbessert
- Konzernergebnis um 10,7 Mio. € (- 27,4 %) auf 28,5 Mio. € gesunken - Operativer Cash-flow um 9,6 Mio. € (+ 12,8 %) auf 84,7 Mio. € erhöht
- Umsetzung der strategischen Partnerschaft Verbund/ESTAG
- Verhandlungen über "österreichische Stromlösung"

Trotz der schwierigen gesamtwirtschaftlichen
Rahmenbedingungen präsentiert der Verbund für das Quartal 1/2002 eine gute Geschäftsentwicklung. Die eingeschlagene Strategie - die Positionierung des Verbund als der Low-Cost Producer umweltfreundlicher Wasserkraft in Europa, die Erschließung neuer Kundensegmente im Inland und die starke Internationalisierung der Vertriebs- und Handelsaktivitäten - erweist sich als richtige Antwort auf die Herausforderungen des liberalisierten Strommarktes.****

Die Umsatzerlöse konnten im Quartal 1/2002 um 190,4 Mio. € (+ 45,6 %) auf 607,7 Mio. € ausgeweitet werden. Damit ist es gelungen, diese weiter zu steigern und an die Erfolge des Rekordjahres 2001 anzuschließen. Treiber dieser überaus positiven Entwicklung war vor allem die starke, auf eine nach wie vor positive Preisentwicklung auf den internationalen Spot- und Terminmärkten gestützte, Ausweitung der Handelsaktivitäten. Zusätzlich wurden im Ausland beachtliche Erfolge im Geschäft mit Weiterverteilern vor allem in Deutschland und Italien erzielt. Aber auch im Inland konnte der Absatz im Geschäftskundensegment und im Weiterverteilergeschäft mit den Landesgesellschaften trotz des bereits sehr hohen Marktanteiles weiter um 18,9 Mio. € (+ 11,4 %) ausgebaut werden.

Das operative Ergebnis konnte um 6,0 Mio. € (+ 7,8 %) auf 83,6 Mio. € verbessert werden. Damit bestätigt sich der positive Ergebnistrend aus der operativen Geschäftstätigkeit auch im 2. Quartal nach der vollen Liberalisierung des österreichischen Elektrizitätssektors seit 1. Oktober 2001. Grund dafür waren die beschriebenen Erfolge im Absatzbereich und das weiterhin restriktive Kostenmanagement. So konnten die Personalkosten trotz einer 2,3 %igen Kollektivvertragserhöhung stabil gehalten sowie die sonstigen betrieblichen Aufwendungen weiter gesenkt werden.

Die für den Verbund negative Entwicklung auf den internationalen Devisenmärkten belasteten jedoch das Finanzergebnis. Der auf Grund der unsicheren weltpolitischen Lage stark gestiegene Schweizer Franken bewirkte bewertungsbedingte, nicht realisierte und daher nicht zahlungswirksame Kursverluste (Quartal 1/2001: Kursgewinn:
6,9 Mio. €; Quartal 1/2002: Kursverlust: 10,8 Mio. €). Die im Vergleich zum Vorjahresquartal überdurchschnittlich negative Entwicklung wird durch die erstmalige Anwendung von IAS 39 erheblich verstärkt. Das Finanzergebnis ist dadurch um 15,3 Mio. € (- 74,9 %) gesunken und führte zu einem um 10,8 Mio. € (- 27,4 %) verminderten Konzernergebnis. Im Gegensatz dazu hat sich die Liquidität des Konzerns weiter verbessert. Der operative Cash-flow stieg signifikant um 9,6 Mio. € (+ 12,8 %) auf 84,7 Mio. €.

Hinsichtlich der strategischen Partnerschaften zur Stärkung des Kerngeschäftes erfolgte im Quartal 1/2002 die Umsetzung der Kooperation zwischen dem Verbund und der steirischen Energieholding ESTAG, und damit die erstmalige Einbindung in den Quartalsabschluß des Verbund-Konzerns. Im Rahmen des Zusammenschlusses wurden die Wasser- und thermischen Kraftwerke der von der Transaktion umfassten Unternehmen STEG und STEWEAG in die Verbund - Austrian Hydro Power bzw. in die Verbund - Austrian Thermal Power gegen Anteilsgewährung eingebracht. Die verbleibenden Vertriebs- und Verteilaktivitäten wurden in die gemeinsame Tochtergesellschaft STEWEAG-STEG, die klarer Marktführer in der Steiermark ist, eingebracht.

Als weitere strategische Chance in der Entwicklung des Unternehmens sieht der Verbund die Verhandlungen zur Schaffung einer österreichischen Stromlösung. Im Kern der Lösung steht eine Zusammenarbeit über die Wertschöpfungsstufen Erzeugung, Handel und Vertrieb, mit gemeinsamen Gesellschaften im Stromhandel und dem Großkundenvertrieb. Das Konzept zur österreichischen Stromlösung soll bis Anfang Juli vertraglich ausverhandelt und abhängig von den organrechtlichen und kartellrechtlichen Genehmigungen bis 1. Jänner 2003 umgesetzt werden. Für den Verbund würden sich aus der österreichischen Stromlösung Synergieeffekte und eine damit verbundene Wertsteigerung des Unternehmens ergeben.

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