In Klagenfurt entsteht modernster Softwarepark Österreichs

LH Haider: 2000 neue High-Tech-Arbeitsplätze im Entstehen

Klagenfurt (LPD) - Am Gelände der Universität Klagenfurt wird mit Baubeginn Frühsommer 2003 Österreichs modernster Softwarepark entstehen, der internationale Maßstäbe nicht zu scheuen braucht. Auf einem Areal von 220.000 Quadratmetern sollen ab dem Frühjahr 2004 rund 15.000 Quadratmeter und im Endausbau 21.000 Quadratmeter vermietbare Büroflächen zur Verfügung stehen. Einzigartig ist auch das Konzept des "Lakeside Software-Parks". Erstmals wird hier ein ganzheitliches Modell mit Forschung, Entwicklung, Umsetzung und Produktion zum Tragen kommen.

Das Gesamt-Investitionsvolumen wird mit 49,6 Millionen Euro beziffert. Die Kosten werden zu je einem Drittel von Bund, Land und Stadt Klagenfurt getragen, die ihre Anteile in eine Besitzgesellschaft einbringen, die im Juli d. J. als Tochter der Betriebsansiedlungs- und Beteiligungsgesellschaft (BABEG), an der Bund und Land zu je 50 Prozent beteiligt sind, gegründet wird. Freitag Abend wurde das Projekt in der Hypo-Alpe-Adria-Arena in Klagenfurt erstmals einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt.

Wie Landeshauptmann Jörg Haider im Rahmen einer Pressekonferenz betonte, werden im Softwarepark in der ersten Phase 600 bis 700 neue Arbeitsplätze entstehen. Am Ende der zweiten Ausbaustufe sollen es bereits 2000 seien. Haider strich dabei die einzigartige Verbindung von Forschung, Entwicklung und Produktionszentrum in Kombination mit universitärer und schulischer Ausbildung hervor. Ziel sei es, den Lakeside Park als einen internationalen Campus für Software-Entwicklung zu etablieren. Gleichzeitig soll so durch einen "Kunstgriff" in Klagenfurt eine Art Technische Universität im Bereich New Economy entstehen, sagte Haider, der gleichzeitig Kärntens Einsatz im IT-Bereich hervorstrich. Aus dem Technologiefonds stehen in der laufenden Legislaturperiode rund 70 Millionen Euro zur Verfügung. Gleichzeitig wurde die Kapitalausstattung der BABEG für Technologieansiedlungen durch Bund und Land zu gleichen Teilen um insgesamt rund 36,3 Millionen Euro aufgestockt.

Haider will internationale Firmen im Zuge von Auftragsvergaben für neue Softwareprogramme, wie etwa bei der Vernetzung der Kärntner Krankenanstalten, an den Lakeside-Park binden. Auch im Falle des Ankaufs neuer Abfangjägern für das Bundesheer durch die Republik Österreich sollen als Kompensationsgeschäft internationale Softwarehersteller den Weg nach Klagenfurt finden.

Technologieminister Mathias Reichhold wird aus seinem Ressort 8,4 Millionen Euro zum Lakeside-Park für Forschung- und Entwicklungsprojekte beisteuern. 18,2 Millionen Euro sollen aus dem Budget von Finanzminister Karl-Heinz Grasser kommen. Kärnten werde sich durch das Projekt somit auch im außeruniversitären Forschungs-und Entwicklungsbereich international etablieren. Es gehe auch darum, den in Kärnten ausgebildeten hochqualifizierten Kräften, die meist zu Firmen im Ausland abwandern, im eigenen Land die notwendigen Berufsperspektiven und -möglichkeiten zu bieten. Klagenfurts Bürgermeister Harald Scheucher bezeichnete den Lakeside-Park als Jahrhundertentscheidung für die Stadt und das Land. Renommierte Firmen hätten bereits ihr Interesse zur Ansiedlung bekundet, sagte Scheucher, und nannte dabei etwa "Airbus". Über weiter Namen wurde noch geschwiegen. Man werde erst an die Öffentlichkeit gehen, wenn alles unter Dach und Fach sei.

Wie die Geschäftsführer der BABEG- und des Kärntner Wirtschaftsförderungsfonds (KWF), Hans Schönegger und Erhard Juritsch, betonten, werde der Lakeside Software-Park mit der modernsten Infrastruktur ausgestattet und von Anfang an Teil eines nationalen und internationalen Netzwerkes sein. Im Sog von Lakeside sollen nicht nur bereits bestehende Firmen in Kärnten profitieren, sondern weitere Unternehmen angesiedelt werden, was zu einer steigenden Beschäftigungsdynamik führen werde.

Die Architektenleistung für den Softwarepark wurde bereits EU-weit ausgeschrieben. Unter den 28 eingereichten Modellen überzeugte das Siegerprojekt des Kärntner Architektentrios Egger (Klagenfurt), Fercher und Güldner (beide Villach).

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