Resolutionen des Zentralvorstands der GPF zu Postbus und ÖGB-Präsident

Solidaritätsveranstaltungen gegen den Postbusverkauf beschlossen - uneingeschränkte Solidarität mit Verzetnitsch

Wien (GPF/ÖGB). Der Zentralvorstand der Gewerkschaft der Post- und Fernmeldebediensteten (GPF) hat bei der heute stattgefundenen Zentralvorstands-Sitzung eine Resolution zum Thema Postbusverkauf an Private und eine Resolution zur laufenden Debatte um den ÖGB-Präsidenten beschlossen. Nachfolgend die beiden Resolutionen im Wortlaut.++++

Resolution
Postbus - Solidaritätsveranstaltung:

Der Zentralvorstand der Gewerkschaft der Post- und Fernmeldebediensteten (GPF) beschließt Solidaritätsveranstaltungen gegen den Postbusverkauf an Private.

Bei der am 21.6.2002 stattgefundenen Zentralvorstandssitzung der Gewerkschaft der Post- und Fernmeldebediensteten wurde von den Mitgliedern aller Fraktionen beschlossen, einen allfälligen Postbusstreik mit Solidaritätsmaßnahmen vorbehaltlos zu unterstützen. Demnach werden, im Falle des Arbeitskampfes der Postbusbetriebsräte, in allen Bereichen der in der GPF organisierten Betriebe Informationskundgebungen geplant und durchgeführt.

Im Zuge dieser Belegschaftsversammlungen werde man die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dafür informieren, was die Umsetzung des Ministerratsbeschlusses vom 14.5.2002 für die Postbus AG, deren Belegschaft und für die in Österreich vom Personennahverkehr abhängigen Menschen bedeuten würde.

Die GPF sieht es als ihre Aufgabe die "Postbusvernichtungspläne der Regierung" öffentlich darzulegen und auf die möglichen Gefahren für alle anderen ausgegliederten Unternehmen hinzuweisen.

Keinesfalls werde die Gewerkschaft der Post- und Fernmeldebediensteten dabei tatenlos zusehen, wie die von "sozialer Kälte" strotzenden Regierungsverantwortlichen trotz mehrmaliger Intervention der Gewerkschaft und der Belegschaftsvertretung eine gut funktionierende, privatwirtschaftlich geführte Postbus AG, in den Ruin treibe.

Die GPF wird daher geschlossen und selbstbewusst diese Herausforderung annehmen.

Resolution
ÖGB Präsident:

Zur laufenden Debatte um den Präsidenten des ÖGB hält der Zentralvorstand der Gewerkschaft der Post und Fernmeldebediensteten fest, dass es einen gewählten Präsidenten gibt, der seine Aufgaben im Sinne aller Gewerkschaften erfüllt. Der Präsident des Österreichischen Gewerkschaftsbundes kann mit der Solidarität der GPF uneingeschränkt rechnen.
Unsere Gewerkschaft ersucht die unnützen Debatten um die Person des Präsidenten sofort zu unterlassen.

ÖGB, 21. Juni 2002 Nr. 542

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