"trend": ÖBB-Vorstand Schmidt für Speditionskäufe

ÖBB-Boss vorm Walde kündigte das Ende der Speditionskäufe an. Sein Co-Vorstand Schmidt will dennoch weiter akquirieren

Wien (OTS) - ÖBB-Vorstand Ferdinand Schmidt vertritt im Güterverkehr eine andere Strategie als sein Chef Rüdiger vorm Walde, berichtet das Wirtschaftsmagazin "trend" in seiner am Dienstag erscheinenden Ausgabe.

Vorm Walde hatte noch Anfang Dezember verkündet: "Ich sehe es nicht als unsere Aufgabe, Speditionen aufzukaufen." Die Devise heiße nun Coopetition, also Zusammenarbeit mit den Speditionen. Um das zu untermauern, trat der Bahn-Vorstand kürzlich auch in Verhandlungen mit der Ökombi, um den ÖBB-Anteil von 30 auf 50 Prozent aufzustocken. Die Ökombi, die für den kombinierten Verkehr Straße/Schiene zuständig ist, war vom frühen ÖBB-General Helmut Draxler noch heftig mit Eigengeschäften der Bahn konkurrenziert worden.

Innerhalb der Speditionsbranche wird der neue Kuschelkurs vorerst mit Skepsis beobachtet. Laut "trend" befürchtet etwa Kühne&Nagel-Chef Friedrich Macher, dass die ÖBB hier eine Doppelstrategie fahren und speziell auf dem Ostmarkt weiter Speditionen aufkaufen könnten. Damit liegt er nicht falsch. Denn im "trend"-Gespräch sagt Güterverkehrschef Schmidt, dass er - anders als vorm Walde - sehr wohl über eine Expansion der unternehmenseigenen Speditionsholding nachdenke: "Weitere Akquisitionen schließe ich nicht aus, wenn sie sinnvoll sind."

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