ALK?Up2U!: Kinderfreunde kämpfen erneut gegen Alkoholmissbrauch bei Jugendlichen

Wien (SK) "Der Missbrauch von Alkohol bei Kindern und Jugendlichen wurde in den letzten Jahren massiv unterschätzt. Im letzten Jahr starben 20.000 Menschen in Österreich an den Folgen ihrer Sucht - bei 10.000 war Nikotin der Todesfaktor, bei fast ebenso vielen Alkohol und nur 173 Menschen starben am Konsum illegaler Drogen", zeigt sich Waltraud Witowetz-Müller, Bundesvorsitzende der Österreichischen Kinderfreunde, am Freitag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ besorgt. ****

Die Österreichischen Kinderfreunde und "Procter&Gambel Familien Initiative" haben österreichweit die erste Studie zum Thema "Kinder und Alkohol" erstellt. Die letztes Jahr veröffentlichte Studie, aus der ersichtlich war, dass fast 90% der befragten Kinder bereits ein oder mehrere Male Alkohol getrunken haben, alarmierte die Öffentlichkeit.
In den letzten Jahren habe durch diverse illegale Modedrogen eine Verdrängung der Alkoholproblematik stattgefunden. Wenn man bedenkt, dass EU weit 59.000 Jugendliche an den Folgen ihres Alkoholkonsums sterben- das ist die Hälfte eines österreichischen Geburtenjahrganges- müsse man sich eingestehen, dass die Präventionspolitik einen enormen Nachholbedarf hat, so Witowetz-Müller.

Deshalb haben die Österreichischen Kinderfreunde gemeinsam mit Experten eine breite Palette an Präventionsmaßnahmen entwickelt:
Kreativseminare, Elternworkshops, bewusstseinsbildende Kampagnen und art based empowerment-Projekte. Ein Alkoholpräventionsprojekt, das in dieser Art in ganz Österreich durchgeführt werden soll, wird am 24.Juni 2002 in Wien präsentiert. Die SchülerInnen der Wiesenstadt im 23. Wiener Gemeindebezirk wollen mit ihren Projekten, die Erwachsenenwelt wachrütteln. Ein im Anschluss stattfindendes Schulfest mit sportlichen Veranstaltungen, viel Musik und gemeinschaftlichen Aktionen soll den Kindern ein Gefühl der Gemeinsamkeit, ganz ohne Rauschmittel, geben.

"Gerade im Sommer, wo "der G´spritze wieder Saison hat", wird wieder deutlicher bewusst, dass ein halber Liter Apfelsaft teurer ist als ein halber Liter Bier. Die Kinderfreunde appellieren daher auch diesen Sommer wieder an die Gastronomie, attraktive Jugendgetränke zu fairen Preisen auszuschenken", schloss Witowetz-Müller. (Schluss) nf/mp/mm

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