Konecny: Affäre Gaugg wird Nachspiel im Bundesrat haben

108.000 Euro für Personalberater sind Schlag ins Gesicht der SteuerzahlerInnen

Wien (SK) Ein weiteres Nachspiel im Bundesrat kündigte der SP-Fraktionsvorsitzende im Bundesrat Albrecht K. Konecny in der Causa Gaugg an. Am gestrigen Tag langte in der Parlamentsdirektion eine schriftliche Beantwortung von zwei Fragen der Dringlichen Anfrage der SPÖ an Bundesminister Mag. Haupt ein, wo dieser hinsichtlich des Honorars des Personalberaters Jenewein angibt, dass bisher vereinbarungsgemäß Teilhonorarnoten im Gesamtbetrag von 50.000 Euro gelegt wurden. Zwischenzeitlich ist aber bekannt geworden, dass das Gesamthonorar 108.000 Euro betragen werde, was von Haupt verschwiegen wurde. ****

Es sei "unerträglich" für die SteuerzahlerInnen und für jene BürgerInnen, die Pensionsbeiträge einzahlen, dass sie 108.000 Euro zahlen müssen, um die "Mauschelei zwischen FPÖ und ÖVP" mit einem Feigenblatt zu versehen. "Von welcher Qualität dieses Feigenblatt ist, wurde auch zwischenzeitlich bekannt: Die Beurteilungen von Gaugg und dem Mitbewerber Freitag sind beinahe wortident", so Konecny.

Die SPÖ wird daher im Bundesrat die politische Verantwortung von Minister Haupt einfordern und alle Detailaspekte abfragen. Besonders absurd sei, so Konecny, dass Jenewein unmittelbar von der Höhe des Jahresbruttogehaltes von Gaugg profitiere, da eine Zahlung von 20 Prozent jeder zur Besetzung gelangenden Position zuzüglich 20 Prozent USt. vereinbart wurde.

Weiters sollen auch die Widersprüche innerhalb der FPÖ aufgezeigt werden, da Gaugg für seinen Vertrag eine Unkündbarkeit ab dem ersten Tag garantiert haben wolle, während Riess-Passer die Abschaffung der Pragmatisierungen für alle Beamte (z.B. auch im Rechnungshof) fordere. Ein für die FPÖ typischer Vorgang: "Wasser predigen - Wein trinken", so Konecny. (Schluss) ml/mp/mm

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