@rboe heute und morgen: Sicherheitsgurt und Mehrphasen-Fahrausbildung wichtig für Verkehrssicherheit - Neues ARBÖ-Fahrsicherheitszentrum

Graz (ARBÖ) - "Vor allem wenn Egoismus, Rücksichtslosigkeit und Aggressivität im Straßenverkehr den Ton angeben, muss das Ziel sein, die Verkehrssicherheit in Österreich öffentlich, sichtbar und hörbar zu machen", erklärte ARBÖ-Generalsekretär Dr. Rudolf Hellar beim heutigen Pressegespräch im steirischen Presseclub in Graz.

Neben sicheren Straßen und Kraftfahrzeugen sind große Anstrengungen in der Bewusstseinsbildung erforderlich. Zielsetzung muss sein, einen gesellschaftlichen Konsens über das Sicherheitsverhalten im Straßenverkehr muss man anstreben. ARBÖ-Generalsekretär Dr. Hellar:
"Das heißt: Kooperation statt Konkurrenz und Verantwortung statt Gleichgültigkeit unter allen Verkehrsteilnehmern zu erreichen."

Daher begrüsst der ARBÖ jede Initiative um für mehr Verkehrssicherheit zu werben bzw. die Sicherheit erlebbar zu machen. Auch der ARBÖ leistet dazu seinen Beitrag.
ARBÖ-Generalsekretär Dr. Hellar: "Unser Schwerpunkt liegt beim Sicherheitsgurt und den Kindersitzen. Mit den neu entwickelten Aufprallsimulatoren des ARBÖ wird für die Verwendung des Sicherheitsgurtes und von Kinderrückhaltesystemen geworben."

Gurt der Lebensretter

Nach einer aktuellen ARBÖ-Erhebung ist nahezu jeder zweite Autolenker, Beifahrer oder Mitfahrer nicht angegurtet, fast ein Drittel der Kinder fahren ungesichert mit. Eine unerfreuliche Zahl, die verdeutlicht, dass Verkehrssicherheit öffentlich, sichtbar und hörbar gemacht werden muss.

Gerade bei der Verwendung des Sicherheitsgurtes ist ein großes Sicherheitspotenzial vorhanden. 266 Menschen verloren im Jahr 2001 ihr Leben, weil sie sich nicht angegurtet hatten. Schon allein 10 Prozent mehr Gurtbenutzer würden bis zu 90 Tote weniger im Straßenverkehr bedeuten, so der ARBÖ.

Um dieses Ziel zu erreichen, sind für ARBÖ-Generalsekretär Dr. Hellar eine intensive Aufklärungsarbeit und Schwerpunktkontrollen durch die Exekutive mit dem Hauptaugenmerk auf die Gurtmoral und die richtige Kindersicherung notwendig. Der Griff zum Sicherheitsgurt sollte nach jedem Einsteigen in ein Fahrzeug, ob vorne oder im Fond, "automatisch" erfolgen.

Mehrphasenfahrausbildung notwendig

Durch das neue Führerscheinmodell mit einer Mehrphasenausbildung ab 2003 wird nach Meinung des ARBÖ die Verkehrssicherheit wesentlich gehoben. ARBÖ-Generalsekretär Dr. Hellar: "Es geht um eine bessere Ausbildung der Jugend und damit deren Sicherheit als Führerscheinneulinge. 18.000 verletzte Jugendliche im Alter bis 24 Jahre jährlich sind zu vermeiden."

Wenn nun die Mehrphasen-Fahrausbildung eine praxisgerechte Ausbildung garantiert, müssen nach Ansicht des ARBÖ jugendliche Fahranfänger auch von den Versicherungsanstalten in gleicher Weise wie "Ältere" bei der Kfz-Haftpflichtversicherung behandelt werden.

"Daher keine Zuschläge und kein Jugend-Selbstbehalt. Runter mit den Versicherungsprämien für Jugendliche und damit Schluss mit der unterschiedlichen Behandlung der Versicherungskunden nach dem Alter. Dies wäre ein konstruktiver Beitrag all jener Autoversicherer, die ausgebildete und gesunde Kunden auf Dauer haben wollen", meint ARBÖ-Generalsekretär Dr. Hellar.

Neues ARBÖ-Fahrsicherheits-Trainingszentrum
Landespräsident Komm.-Rat Franz Hörz vom ARBÖ-Steiermark verkündete, dass die Verkehrssicherheitsarbeit des ARBÖ Steiermark ab dem kommenden Jahr eine völlig neue Dimension erhält: "Wir errichten im Gemeindegebiet Ludersdorf, nahe der Autobahnabfahrt Gleisdorf-West, ein hoch modernes Fahrsicherheits-Trainingszentrum auf einer Fläche von rund sechs Hektar mit einem Investitionsvolumen von etwa vier Millionen Euro."

Das ARBÖ-Fahrsicherheits-Trainingszentrum wird natürlich nicht nur ARBÖ-Mitgliedern offen stehen, sondern auch allen privaten Interessenten und Firmen sowie vor allem den Fahrschulen.

Dieses Investitionsvorhaben mit dem ARBÖ-Fahrsicherheits-Trainingszentrum ist jedoch nicht das einzige. "So haben wir heuer bereits ein bestens ausgerüstetes neues Prüfzentrum in Deutschlandsberg eröffnet, und derzeit arbeiten wir mit voller Kraft am Um- und Neubau unseres Landeszentrums hier in Graz, das schon am 27. September in Vollbetrieb gehen soll", betont ARBÖ-Landespräsident Komm.-Rat Franz Hörz.

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