AK: Arbeitnehmer dürfen nicht für Lohnnebenkosten-Geschenke an die Unternehmer zahlen

Arbeitnehmer sollen offenbar für Beitragssenkung der Unternehmer zur Unfallversicherung zur Kasse gebeten werden

Wien (AK) - Jetzt ist die Katze aus dem Sack: Dafür, dass die Sozialbeiträge der Unternehmer zur Unfallversicherung gesenkt werden sollen, sollen offenbar die Arbeitnehmer zur Kasse gebeten werden. Nach Radio-Berichten
gibt es Pläne der Unfallversicherung sich das Geld, das sich die Wirtschaft durch die geforderte Beitrags-Senkung erspart, bei den Arbeitnehmern zu holen. Die AK hat gewarnt, dass eine Senkung der so genannten Lohnnebenkosten zu Lasten der Arbeitnehmer gehen wird. Jetzt liegen die Fakten auf dem Tisch: Wenn die Wirtschaft von einer Lohnnebenkostensenkung spricht, heißt das eine zusätzliche Belastung für die Arbeitnehmer. Für die AK kommt es aber nicht in Frage, dass die Arbeitnehmer für Lohnnebenkosten-Geschenke an die Unternehmer zur Kasse gebeten werden. Bei der Hauptversammlung der Bundesarbeitskammer haben sich alle vertretenen Fraktionen, FSG, ÖAAB und Freiheitliche Arbeitnehmer einstimmig gegen die von der Regierung geplante Senkung der Lohnnebenkosten ausgesprochen. ****

Bei der von der Wirtschaft geforderten und von der Regierung zugesagten Senkung der Lohnnebenkosten sollen die Sozialbeiträge der Unternehmer zur Arbeitslosenversicherung, zur Insolvenzentgeltsicherung und eben zur Unfallversicherung gesenkt werden. Bei der Unfallversicherung sollen die Arbeitgeberbeiträge von derzeit 1,4 Prozent auf 1,2 Prozent gesenkt werden. Für die Allgemeine Unfallversicherungsanstalt würde das einen Ausfall von 131 Millionen Euro bedeuten. Das führt zu enormen Leistungskürzungen. Jetzt gibt es offenbar auch Pläne, sich dieses Geld, das sich die Unternehmer ersparen, bei den Arbeitnehmern zu holen. Die AK lehnt einstimmig, über alle Fraktionen hinweg, eine Lohnnebenkostensenkung zu Lasten der Arbeitnehmer und der sozialen Sicherheit ab. Arbeitnehmer dürfen nicht für Geschenke an die Unternehmer zur Kasse gebeten werden, fordert die AK.

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