Erfolg für AKNÖ: Allianz muss Mautvignette zahlen!

Betroffene Versicherungsnehmer sollen sich an die AKNÖ-Konsumentenschützer wenden.

Wien (AKNÖ) - Die Konsumentenschützer der Niederösterreichischen Arbeiterkammer (AKNÖ) decken auf: Die Allianz Elementar Versicherungs AG streicht stillschweigend Zusatzleistung.

1998 machte die Allianz Elementar Versicherungs AG neuen Versicherungsnehmern ihre Kfz-Versicherung mit einem Zusatzangebot schmackhaft: Bei Abschluss einer Vorrang 3S Kraftfahrzeugsversicherung wurde unter Punkt 1 der besonderen Bedingungen eine Mautvignette versprochen. Diese Zusatzleistung könne - so die Versicherungsbedingungen - jederzeit durch schriftlichen Widerruf des Versicherungsunternehmens erfolgen. Ebenso wie viele andere Konsumenten überzeugte auch Frau K. aus dem Bezirk Neunkirchen das Angebot und sie griff zu. Im Jahr 2001 wurde die Vignette erstmals und stillschweigend nicht ausgezahlt. Frau K. wartete ab, doch keine Vignette. Als auch das Gespräch mit ihrem Versicherungsmakler kein Ergebnis brachte, wandte sie sich an die Versicherungsexperten der AKNÖ. Interventionen durch die AK-Experten hatten lediglich eine lapidare schriftliche Bekanntgabe zur Folge. "Es ist richtig, dass wir unser Versprechen im Zusammenhang mit der Autobahnvignette nicht uneingeschränkt abgeben konnten...." Dies war den Konsumentenschutzexperten zu wenig. Sie erwirkten einen Zahlungsbefehl gegen die Allianzversicherung. Dazu Martina Pachali, AKNÖ-Konsumentenschutzexpertin: "In den Vertragsbedingungen ist zwar festgehalten, dass der Widerruf jederzeit erfolgen kann. Nach unserer Rechtsansicht , aber kann das nur so verstanden werden, dass die schriftliche Aufkündigung spätestens bis zum 31. Jänner - also bis zum letztmöglichen Widerrufstermin - erfolgen muss. Denn ab 1. Februar ist die neue Vignette bereits fällig. Eine jede andere Interpretation sehen wir als grobe Benachteiligung des Konsumenten an!"
Die Niederösterreichische Arbeiterkammer hat aus diesem Grund einen Zahlungsbefehl gegen das Versicherungsunternehmen erwirkt. Dieses hat den Zahlungsbefehl rechtskräftig werden lassen. Dazu Pachali:
"Die Allianz-Versicherung hat den eingeforderten Betrag bereits beglichen. Aber allein die Tatsache, dass die Allianz den Zahlungsbefehl hat rechtskräftig werden lassen und auch gezahlt hat, spricht Bände." Warum das Versicherungsunternehmen die versprochene Zusatzleistung nicht mehr einhält, scheint für die AK-Expertin einfach zu erklären: "Nachdem die Vignette ja in der Zwischenzeit teurer geworden ist, drängt sich der Verdacht auf, dass sich die Versicherung das nicht mehr leisten will!" AKNÖ-Konsumentenschützer Günther La Garde wendet sich an alle betroffenen Versicherungsnehmer: "Wenn die Versicherung auch Ihnen die ausständige Vignette schuldig geblieben ist, dann fordern Sie diese ein oder zumindest die 39,97 Euro (550 S), die die Vignette zu dem damaligen Zeitpunkt gekostet hat. Denn Versprechen müssen eingehalten werden. Selbstverständlich helfen Ihnen auch die AK-Experten gerne weiter!"
Abschließend weisen die AK-Experten noch auf den kostenlosen Rechtsschutz in Konsumentenangelegenheiten hin. Diesen gibt es exklusiv für AKNÖ-Mitglieder, wenn berechtigte Ansprüche auch nach mehrmaligen Interventionen der AKNÖ nicht erfüllt wurden.

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