Bartenstein trifft Amtskollegen aus Deutschland und der Schweiz 25. deutsch-österreichisch-schweizerisches Dreiertreffen der Wirtschaftsminister

Wien (BMWA-OTS) - Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit Dr. Martin Bartenstein trifft heute und morgen im schweizerischen Murten anlässlich des 25. Dreiertreffens der Wirtschaftsminister Österreichs, Deutschlands und der Schweiz seine Amtskollegen Bundesminister Dr. Werner Müller (Deutschland) und Bundesrat Pascal Couchepin (Schweiz). Themenschwerpunkte sind die internationale Wirtschaftslage, die Handelsbeziehungen zwischen den Nachbarländern sowie aktuelle Fragen der Europäischen Union, insbesondere die Erweiterung und die Integrationspolitik der Schweiz. Des weiteren werden auch multilaterale Fragen wie zum Beispiel WTO-Themen diskutiert. ****

Unter den EU-Themen stehen wirtschaftliche und handelspolitische Aspekte der Osterweiterung sowie die Entwicklungen des Europäischen Konvents im Mittelpunkt des Gesprächs. Besonderes Augenmerk wird der Integrationspolitik der Schweiz geschenkt. Mittlerweile sind die bilateralen sektoriellen Abkommen der EU mit der Schweiz am 1. Juni 2002 in Kraft getreten. Eine weitere Annäherung der Schweiz zur Europäischen Union erfolgt durch die Verhandlungen in den Bereichen Dienstleistungen, Medien, die Teilnahme an Schengen, Betrugsbekämpfung und die Besteuerung von Zinserträgen.

Im Zusammenhang mit den multilateralen Fragen hat der Fortschritt der in Doha beschlossenen neuen WTO-Verhandlungsrunde besondere Bedeutung. Deutschland, Österreich und die Schweiz haben sich nachdrücklich für diese neue Verhandlungsrunde ausgesprochen und treten für eine weitere Liberalisierung des Welthandels unter besonderer Berücksichtigung der Bedürfnisse und Anliegen der Entwicklungsländer ein. Gemeinsames Ziel ist es nun, die Verhandlungen rasch in die operative Phase zu bringen, um bei der nächsten WTO-Ministerkonferenz im September 2003 in Cancun (Mexiko) erste Ergebnisse präsentieren zu können. Minister Bartenstein wird auch die Frage der WTO-Beitrittsverhandlungen Russlands sowie einiger südosteuropäischer Staaten zur Diskussion stellen. Auch die Auswirkungen der USA-Stahlmaßnahmen werden erörtert.

Die österreichischen Exporte in die Schweiz hatten im Jahr 2001 ein Volumen von 3,74 Mrd. Euro, die österreichischen Importe aus der Schweiz betrugen im gleichen Jahr 2,32 Mrd. Euro (+1,5%). Der in der Statistik ausgewiesene Exportrückgang um 15,4% wandelt sich nach der Herausrechnung von Sonderfaktoren (Wartungsarbeiten an Schweizer Flugzeugen in Österreich und höhere Goldexporte der Oesterreichischen Nationalbank) aus dem Jahr 2000 in ein Plus von 4,7%. In absoluten Zahlen ist die Schweiz hinter Deutschland, Italien und den USA der weltweit viertgrößte Abnehmer österreichischer Produkte.

Die österreichischen Lieferungen nach Deutschland nahmen im Vorjahr um 3,7 % auf einen Wert von 24,11 Mrd. Euro zu, während die deutschen Lieferungen nach Österreich um 4,4 % auf 31,87 Mrd. Euro stiegen. Deutschland bleibt mit einem Handelsvolumen von 56 Mrd. Euro dennoch der wichtigste Handelspartner Österreichs. Insgesamt gehen rund 33 % aller österreichischen Exporte nach Deutschland, während deutsche Lieferungen über 40 % des österreichischen Gesamt-Importvolumens ausmachen. Das Handelsvolumen mit Deutschland ist damit etwa 4 mal so groß wie das mit dem zweitwichtigsten Handelspartner Italien.

Als Abschluss des Dreiertreffens ist der Besuch der EXPO2002 in Murten geplant.

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