LH Haider fordert Nachdenkpause in der Widmungspolitik

Gegen zunehmende Konzentration und Uniformierung - Nach fünfjährigem Beobachtungszeitraum sollten neue Weichenstellungen vorgenommen werden

Klagenfurt (LPD) - Im Widmungsbereich sollte es zu einer mehrjährigen Nachdenkpause kommen. Diesen Vorschlag unterbreitete Landeshauptmann Jörg Haider vor Kaufleuten in Spittal/Drau. Die zunehmende Konzentration etwa im Zusammenhang mit den Lebensmittelhandelsunternehmen aber längst nicht nur bei diesen und der damit einhergehende immer schärfere Verdrängungswettbewerb sollten Anlass dafür sein, dieser negativen Entwicklung Einhalt zu gebieten und Widmungen solcherart ruhen zu lassen.

Es sollte nunmehr eine Beobachtungsphase, die an die fünf Jahre dauern könnte, einsetzen, unterstrich Haider. Ähnlich wie dies auch im Bereich der Kärntner Liftinfrastruktur geschehen sei, so der Landeshauptmann. Er erklärte auch, dass in anderen Ländern wie etwa in Italien der damit verbundene Trend zur Uniformierung des alltäglichen Lebens infolge einseitiger bzw. fehlgeleiteter Widmungspolitik keinesfalls so stark vorangehe wie in
Österreich.

Und anderswo wie etwa in Schweden würden im Gefolge negativer Erfahrungswerte bereits wieder Vielfalt und dezentrale Strukturen neu und starkt belebt werden. Nach Ende des Beobachtungszeitraumes könnten neue Konsequenzen gezogen und Weichenstellungen vorgenommen werden, um dann eine nachhaltige Verbesserung der Situation für alle Beteiligten herbeizuführen, so Haider. (Schluss)

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