GBH warnt vor Ozon- und UV-Strahlen am Bau

Das momentane hochsommerliche Wetter erhöht die berufsbedingten Gesundheitsrisiken für Bauarbeiter

Wien (GBH/ÖGB): Der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft Bau-Holz (GBH) und ÖGB-Vizepräsident Johann Driemer warnt anlässlich der auch für heute und morgen wieder angekündigten hochsommerlichen Temperaturen vor den Gefahren für Bauarbeiter durch UV-Strahlung und Ozon und erinnert an die groß angelegte Informationskampagne der GBH zu diesem Thema. ++++

Laut Wettervorhersage ist auch in den nächsten Tagen mit hochsommerlichem Schönwetter zu rechnen. Es wird mit Tagestemperaturen von deutlich über 30 Grad gerechnet. Bauarbeiter sind gerade bei dieser Witterung durch ihre dauernde Arbeit im Freien einer nicht unbeträchtlichen Gefährdung durch UV-Strahlen und Ozon ausgesetzt. Driemer: "Die Gefahren der UV-Strahlung können durch geeigneten persönlichen Schutz wie durch die Verwendung von Schutzbrillen, geeigneter Kleidung und Sonnenlotion noch herabgesetzt werden. Der Ozonbelastung sind jedoch gerade Menschen wie die Bauarbeiter, die ihren Beruf im Freien ausüben, völlig schutzlos ausgesetzt."

Die Gewerkschaft Bau-Holz erinnert deshalb an ihre Forderung, das Gesundheitsrisiko durch bodennahes Ozon durch Einstellen der Arbeit bei Ozonbelastung zu verringern. In diesem Zusammenhang fordert die Gewerkschaft schon seit Jahren die Einbeziehung der Gesundheitsgefährdung durch Ozon in die Regelung des Bauarbeiter-Schlechtwetterentschädigungsgesetzes. Driemer erinnert daran, dass ein entsprechender Gesetzesentwurf der Gewerkschaft Bau-Holz bereits seit 1996 auf dem Tisch liegt. Auch wurde der für die Gesundheit zuständige Bundesminister Haupt in einem persönlichen Gespräch von dieser besonderen Problematik für die Bauarbeiter in Kenntnis gesetzt.

Driemer abschließend: "Ich ersuche alle Bauarbeiter, auch ihrer Eigenverantwortung nachzukommen und sich - gerade an den heißen Tagen - vor UV-Strahlung zu schützen. Ich fordere die Arbeitgeber auf, ausreichend Schutzbrillen und entsprechende Schutzlotionen zur Verfügung zu stellen und ich fordere auch die Bundesregierung auf, ihrer Verantwortung nachzukommen und dafür Sorge zu tragen, dass die Ozonbelastung im Bauarbeiterschlechtwetterentschädigungsgesetz berücksichtigt wird."

ÖGB, 21. Juni 2002
Nr. 535

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