OFFIZIELLER BESUCH VON BUNDESRATSPRÄSIDENTIN PÜHRINGER IN PARIS Arbeitsgespräch mit dem Präsidenten des französischen Senats

Paris/Wien (PK) - Auf Einladung des Präsidenten des französischen Senats, Christian Poncelet, hält sich die Präsidentin des österreichischen Bundesrates, Uta Barbara Pühringer, derzeit zu einem offiziellen Besuch in Paris auf. Ziel dieser Visite, in
deren Rahmen Präsidentin Pühringer auch mit dem Vorsitzenden des außenpolitischen Ausschusses, Senator Xavier de Villepin und dem Präsidenten der französisch-österreichischen parlamentarischen Freundschaftsgruppe, Senator Denis Badre, zu Gesprächen zusammengetroffen ist und bei der sie vom Vorsitzenden des Ausschusses für auswärtige Angelegenheiten des Bundesrates, Gerhard Tusek, begleitet wird, ist es, die österreichisch-französischen Beziehungen weiter zu vertiefen und zu
dynamisieren.

In einem Arbeitsgespräch, das Bundesratspräsidentin Pühringer heute mit Präsident Poncelet geführt hat, ist man übereingekommen, künftig einen intensivierten regelmäßigen Gedankenaustausch zu pflegen, wozu insbesondere verstärkte
Kontakte zwischen den jeweiligen Freundschaftsgruppen beitragen sollen. Präsidentin Pühringer verwies darauf, dass die Österreicher nicht nur aufgrund der Geschichte eine enge
Beziehung zu Frankreich hätten und der französischen Sprache und Kultur aufgeschlossen und positiv gegenüberstünden, sondern dass beide Länder auch eine Reihe von gemeinsamen Interessen bei der Gestaltung der Politik innerhalb der EU, u.a. im Bereich des Transits, verbänden. Beide Präsidenten bekannten sich zur Notwendigkeit der Erweiterung. Ebenso hat man über die künftige Rolle und die Stärkung der zweiten Kammern der jeweiligen nationalen Parlamente, aber auch auf europäischer Ebene
gesprochen.

Im Rahmen dieses Treffens hat Präsidentin Pühringer ihrerseits eine Einladung nach Wien an Senatspräsident Poncelet
ausgesprochen, die dieser gerne angenommen hat. Als Termin wurde
die erste Jahreshälfte 2003 in Aussicht genommen.

Teil des Besuch war auch die Besichtigung der seit dem 5. April
2002 im Pantheon zu sehenden Großinstallation "rebonds" des Oberösterreichers Klaus Pinter in Anwesenheit des Künstlers. Präsidentin Pühringer zeigte sich von diesem vom österreichischen Kulturforum in Paris mitfinanzierten Werk - es hat in der französischen Presse ein äußerst positives Echo hervorgerufen und kann noch bis 30. September dieses Jahres besichtigt werden -
sehr beeindruckt. Mit seiner monumentalen Struktur - zwei aus
zehn bzw. zwölf Metern Durchmesser bestehenden Sphären -unternimmt der Künstler den Versuch, an die Kugel als Symbol des demokratischen Zeitalters seit der Französischen Revolution zu erinnern und sie gleichzeitig zu transformieren. Als Mitbegründer der legendären Haus-Rucker-Co ist Klaus Pinter in der österreichischen und internationalen Kunstszene seit den 70er Jahren ein Begriff ("live" 1970, N.Y., documenta 5 1972, "das
große ZER", Linz 1987, "Das Petersburg Projekt", St. Petersburg 1995, "Tätowierte Göttin", Salzburg/Wien 1998/99). In Paris
sorgte er bereits 1977 mit seinem "trojanischen Pferd" bei der Eröffnung des "Centre Pompidou" für Aufsehen. (Schluss)

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