Leitl: "F&E - Leistung Österreichs wird bei EU-Erweiterung wichtiger Standortfaktor

Zugang zu US-Forschung des MIT nützen - Kooperationsvertrag WKÖ - MIT bringt Vorteile für KMU

Wien (PWK446) "Die bevorstehende EU-Erweiterung wird für die Sicherung des Wirtschaftsstandortes Österreich zur größten Herausforderung in den kommenden Jahren. Das Ziel der EU, bis 2010 die durchschnittliche F&E -Quote auf 3 Prozent anzuheben, ist für Österreich, umgeben von künftigen Ziel-1-Gebieten, sehr ernst zu nehmen", verwies WKÖ-Präsident Leitl auf die dringend notwendige Erhöhung der Forschung- und Entwicklungsleistung in Österreich anlässlich der Eröffnung der MIT-Tagung "Bringing MIT to Europe -Innovations in the New Millenium". "Rund um unser Land wird ein dynamischer Wirtschaftsraum entstehen, in dem Investitionen in Forschung und Bildung hohe Priorität genießen werden", so Leitl.

Dank der langjährigen Kooperation zwischen der Wirtschaftskammer und dem MIT (Massachusetts Institute of Technology) sei es gelungen, diese Tagung erstmals nach Österreich zu bringen", so MIT- Präsident Charles Vest vor den 130 Teilnehmern, davon 50 österreichische und 80 europäische Vertreter von Unternehmen und Institutionen. "Den Vereinigten Staaten sei die Bedeutung der EU-Erweiterung sehr bewusst. Gerade in einer globalisierten Welt sind Kenntnisse über die rapid fortschreitenden technologischen Entwicklungen und ihre Anwendung in künftige Geschäftsstrategien von besonderer Bedeutung. Die Vorträge bei dieser Tagung in der Wirtschaftskammer Österreich werden uns einen Ausblick auf die Zukunft der drahtlosen Kommunikationstechnologie, der Embedded Sensortechnik, des Bioengineerings und anderen Schlüsseltechnologien bieten", so Vest bei seinem Einführungsstatement.

MIT geht bereits auf 1861 zurück, dem Zeitpunkt der industriellen Revolution und war eine der ersten Universitäten, die sich der zivilen Ausbildung von Technikern widmete. Der MIT-Gründer William Barton Rogers war selbst kein Techniker, sondern Wissenschafter und hat besonderen Wert auf die gegenseitige Befruchtung von Forschung, Lehre und die wirtschaftliche Nutzung der Ergebnisse Wert gelegt. Heute umfaßt der MIT-Lehrkörper 1.000 Professoren und weitere 2.000 Wissenschafter in der Forschung, sowie 10.000 Studenten. Kernaktivität des MIT ist die Grundlagenforschung für neue Technologien.

Die Kooperation der WKÖ mit dem MIT besteht bereits seit 1984 und bietet den Rahmen zur Beteiligung von österreichischen Unternehmen zu Vorzugsbedingungen. Das ILP (Industrial Liaison Programm) erlaubt Unternehmervertretern den direkten, persönlichen Kontakt mit Spitzenforschern in allen Forschungsbereichen. Viele österreichische Unternehmen konnten bereits erfolgreich die US-Kontakte für ihre Produktentwicklung nutzen. Der WKÖ-Verbindungsofficer am MIT, Randall Wright, bereitet gezielt Besuchsprogramme und Termine am MIT vor. Informationen über den Zugang zum MIT-Industrial Liaison Programm sind bei Dipl. Ing. Karl Buchner (Tel 01-50105/3068 oder e-mail:
karl.buchner@wko.at) erhältlich. (pt)

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