Ex-Libro-Boss in NEWS: "So ist Libro zu retten."

Ex-Libro-Finanzvorstand Johann Knöbl: "Libro ist noch immer starke Marke."

Wien (OTS) - In einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin NEWS spricht der ehemals zweite Mann an der Libro-Spitze über den Konkurs erstmals über die Liebro-Pleite: "Das Konzept Libro hat auch für die Zukunft Bestand."

In Reaktion auf die Konkursanmeldung von Libro, mit einer Passiva-Summe von rund 436 Millionen Euro die drittgrößte Pleite der heimischen Wirtschaftsgeschichte seit 1945, meint Exmanager Knöbl, dass er weiter an das Libro-Konzept glaubt. Knöbl, in Zuge des 2001 angemeldeten Ausgleichs ebenso wie Rettberg abtreten musste und jetzt als Geschäftsführer einer Consulting-Firma arbeitet, hält Libro "nach wie vor für eine starke Marke, aus der man etwas machen kann".

Über die endgültige Konkursanmeldung zeigt sich Knöbl auch im Namen Rettbergs enttäuscht. "Libro war unser Lebenswerk. Die größte Chance, um den früher dominierenden Handesgiganten wieder flott zu bekommen, ortet Knöbl in einem Käufer-Konsortium, dem Lieferanten angehören. Damit könne eines der wesentlichsten Probleme, nämlich ein gutes Sortiment, rasch gelöst werden.

Was aus den beiden gescheiterten Libro-Bossen Rettberg und Knöbl wird, liegt jetzt in den Händen der Justiz. Die Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt hat Voruntersuchungen wegen des Verdachtes der Insolvenzverschleppung einleiten lassen und wird anhand der Ergebnisse entscheiden, ob Anklage erhoben wird. Zudem hat die derzeitige Libro-Geschäftsführung Schadensersatzansprüche in der Höhe von 18 Millionen Euro gegenüber Rettberg und Knöbl geltend gemacht. Rettberg selbst haftet außerdem für einen Privatkredit in der Höhe von rund fünf Millionen Euro. Aus diesem Titel will die Creditanstalt Rettbergs Wohnhaus in Bad Fischau versteigern lassen.

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