Grüne/Ellensohn: Faymann verkauft Städtische Wohnhäuser gezielt an Spekulanten

Die zwei Gesichter von SP-Wohnbaustadtrat Werner Faymann

Wien (Grüne) - "Unglaublich, wie ungeniert sich Wohnbau-Stadtrat Faymann als Retter der Mieter und Mieterinnen in Spekulationshäusern aufspielt" ärgert sich Wohnbausprecher David Ellensohn von den Wiener Grünen über die letzte Selbstbeweihräucherungs-Presseaussendung des SPÖ-Politikers. Nachdem die Wiener Grünen in der Vorwoche aufdeckten, wie schleißig Stadtrat Faymann und Wiener Wohnen beim Verkauf von Immobilien vorgehen, kommt jetzt die Gegenoffensive als billiger Werbegag. Ellensohn bekräftigt seine Vorwürfe: "Seit Jahren verscherbeln Faymann & Co stadteigene Wohnhäuser an Spekulanten, mit denen sich die Mobile Gebietsbetreuung seit Jahren herumschlagen muss. Damit mutiert Faymann zum Handlanger der Spekulanten in dieser Stadt." Einzige Erklärung für diese verfehlte Wohnpolitik: "Vielleicht verfolgt Herr Faymann hier einen raffinierten Arbeitsbeschaffungsplan. Je mehr Häuser in Händen von Spekulanten, desto mehr Arbeit für die Mobile Gebietsbetreuung, Anwälte, Rechtshilfefonds..."

Zur Untermauerung präsentiert Ellensohn ein weiteres Beispiel für die miserable Verkaufspolitik.

Objekt: 2., Praterstraße 10 (EG plus 3 Etagen, Dachboden noch nicht ausgebaut)
Käufer: Lenikus & Co GmbH
Preis: 588.649,96 EUR
Das sanierungsbedürftige Althaus, das sich seit 1923 im Besitz der Stadt Wien befindet, wird Ende 2000 an Lenikus verkauft. Lenikus scheint im Jahresbericht 2000 der Mobilen Gebietsbetreuung wegen Mieterabsiedlung und Sanierungsspekulation auf.

Was passiert seit der Übernahme des Objekts durch Lenikus in der Praterstraße 10?
- Absiedlungsversuche bei den WohnungsmieterInnen. Androhung von Mietsteigerungen. Mittlerweile wohnen nur noch zwei Parteien im Haus, die von Lenikus noch bearbeitet werden.
- Harter Umgang mit dem einzigen Geschäftslokalbesitzer im Haus. Die im Haus ansässige Firma hat vor Jahren ihre Rechtsform geändert und dies dem damaligen Hauseigentümer Wiener Wohnen mitgeteilt. Jetzt verlangt Lenikus von der Firma eine Mietnachzahlung weit über 100.000 EUR und will die Miete angeblich um das 10fache (!) erhöhen.

"Herr Faymann soll seine politische Verantwortung endlich wahrnehmen und mit dem Verkauf von Städtischen Wohnhäusern an amtsbekannte Spekulanten aufhören. Solange Faymann an Spekulanten verkauft, nimmt ihm wohl niemand die Rolle als Anti-Spekulant ab" meint Ellensohn und schließt mit der Ankündigung: "Die Wiener Grünen werden nächste Woche im Gemeinderat beantragen, dass das Kontrollamt die Vorgänge rund um die Verkäufe von Städtischen Wohnhäusern durchleuchtet."

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