AK Tumpel gegen "Bilanztricks" im Sozialsystem (1)

Innsbruck (AK) -  

Gegen die von der Regierung geplanten
"Bilanztricks" in der Sozialversicherung wandte sich heute, Mittwoch, der Präsident der Bundesarbeitskammer, Herbert Tumpel, auf der in Innsbruck tagenden Hauptversammlung der Bundesarbeitskammer. "Wenn man auf die Rücklagen greift, löst man die Probleme nicht, man verschiebt sie nur", erklärte Tumpel. Das Grundproblem sind steigende Kosten, mit denen die Einnahmen nicht mithalten können. Tumpel erinnert erneut an die Forderung nach einer Verbreiterung der Bemessungsbasis für die Sozialabgaben - wenn immer mehr Unternehmen immer mehr Werte mit immer weniger Beschäftigten schaffen, so könne man die Sozialabgaben nicht ausschließlich an die Löhne binden. ****  

Mehr Menschen in Beschäftigung mit einem Einkommen, von dem man leben kann - nicht immer mehr geringfügig Beschäftigte, Teilzeitbeschäftigte - würden auch die Einnahmen im Sozialsystem verbessern. Auf der anderen Seite müsse dort bei Ausgaben gespart werden, wo sie nicht die Leistungen für die Versicherten schmälern. Tumpel nennt dabei vor allem die Kosten für Medikamente, die gesenkt werden müssen, und die Verschreibepraxis jener Ärzte, die immer das teuerste nehmen.
 

(Forts.)
 
 

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