ARBÖ: Ausdehnung des Lkw-Fahrverbot wichtig für die Verkehrssicherheit

Weitere Sicherheitsoptimierung bei Ferienreiseverordnung noch möglich

Wien (ARBÖ) - Aus Gründen der Verkehrssicherheit ist nach Meinung des ARBÖ jede Entflechtung der Verkehrsarten sinnvoll. Die von Verkehrsminister Ing. Mathias Reichhold unterzeichnete "Ferienreiseverordnung 2002", mit der zur Erleichterung des Sommerreiseverkehrs vom 29. Juni bis zum 7. September das sonst übliche Wochenendfahrverbote (Samstag ab 15 Uhr bis Sonntag 22 Uhr) für den gesamten Schwerverkehr auf Samstag ab 8 Uhr früh ausgedehnt wird, ist ein wichtiger Schritt im Interesse der Verkehrssicherheit.

Nun wurde auch die A2 Südautobahn im gesamten Verlauf mit in die Regelung aufgenommen. Diese Änderungen entsprechen den mehrfachen Forderungen des ARBÖ.

Die zusätzliche Ausdehnung an bestimmten Freitagen in der Zeit von 15.00 bis 19.00 Uhr dient laut ARBÖ, ebenso der Entflechtung der Verkehrsarten im Interesse der Verkehrssicherheit.

Weitere Sicherheitsoptimierung möglich

Eine weitere Sicherheitsoptimierung wurde nach Ansicht des ARBÖ aber versäumt. Für den gesamten Gefahrenguttransport sollte an den großen Reisewochenenden das Fahrverbot nicht erst mit Samstag 8.00 Uhr beginnen, sondern bereits mit Samstag 0.00 Uhr. Damit kann im Reiseverkehr zu den Ferienwochenenden, der bereits in den Nachtstunden einsetzt, ein weiteres Gefahrenmoment vermieden werden. Diese Gefahr sollte man nochmals überdenken.

Wichtig ist es nach Meinung des ARBÖ, dass die Erfahrungen des Sommerreiseverkehrs spätestens im September vom Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie einer genauen Analyse unterzogen und mit den Verkehrsexperten besprochen werden.

In einem weiteren Schritt sollten dann in einer "Ferienreiseverordnung" für das nächste Jahr auch die Weihnachtsfeiertage und die sogenannten Energieferien in Österreich berücksichtigt werden. Bei Rücksichtnahme auf "Kurzurlaubszeiten" wäre überhaupt zu überlegen, ob nicht auch die Osterfeiertage und Pfingstfeiertage entsprechend berücksichtigt werden sollten, betont der ARBÖ.

110 km/h Nachttempofallen abschaffen

In Zusammenhang mit der "Ferienreiseverordnung" verwies der ARBÖ auf das nach wie vor bestehende 110 km/h Nachttempolimit von 22.00 bis 5.00 Uhr (als Lärmschutzmaßnahme) auf der A10 Tauernautobahn, A12 Inntalautobahn, A13 Brennerautobahn sowie A14 Rheintalautobahn, das kaum bekannt ist. Die letzten vier Nachttempofallen sind nach Ansicht des ARBÖ längst nicht mehr zeitgemäß und gehören ebenfalls bereinigt.

Der ARBÖ wird seine Erfahrungen in die erforderliche Diskussion natürlich einbringen.

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