ARGEV im Jahr 2001: Neugestaltung des Sammelnetzwerkes - Sinkende Kosten - Steigende Sammelmengen

Wien (OTS) - 2001 - das Jahr des 10-jährigen Jubiläums - war für die ARGEV Verpackungsverwertungs-Ges.m.b.H. von einer völligen Neugestaltung ihres bundesweiten Netzwerks an kommunalen und privaten Leistungspartnern sowie von einer nachhaltigen Weiterentwicklung der Sammelsysteme geprägt:

Über 80.000 Haushalte wurden zusätzlich an das bequeme Sammelsystem mit dem "Gelben Sack" angeschlossen. Mit Jahresende 2001 hatten damit schon insgesamt knapp 1,1 Millionen Haushalte den Gelben Sack für Leichtverpackungen. Zusätzlich standen den österreichischen Haushalten über 200.000 "Gelbe Tonnen" für Leichtverpackungen und 48.000 "Blaue Tonnen" für Metallverpackungen zur Verfügung. "Das Sammelvolumen für Leichtverpackungen", so Dr. Franz Buchal, Geschäftsführer der ARGEV, "wurde somit um rund 4 % auf knapp 4,2 Mio. m3 ausgebaut, das für Metallverpackungen um 0,6 % auf rd. 917.000 m3 reduziert."

Die aus den Haushalten gesammelte Menge an Leicht- und Metallverpackungen stieg um über 7% auf mehr als 111.400 t an. Inklusive der Menge aus Industrie und Gewerbe erreichte die Sammel-und Erfassungsmenge der ARGEV insgesamt mit 200.746 t einen neuen Rekordwert.

Seit 1993 hat die ARGEV rund 1,3 Mio. t Altstoffe selbst gesammelt, rd. 80.000 t Verpackungen zusätzlich erfasst und über 1 Million t Verpackungen aussortiert und zur Verwertung übergeben.

Stärkste Kostensenkungen in ganz Europa

Eine Produktivitätssteigerung um insgesamt 29 % seit 1994 -resultierend aus dem Verhältnis von Sammelmenge zu Sammelvolumen -war maßgeblich dafür verantwortlich, dass die Kosten pro kg gesammelter und sortierter Verpackungen neuerlich um 5 % gegenüber dem Vorjahr auf den bisherigen Tiefststand gesenkt werden konnten. Seit 1994 reduzierte die ARGEV die Stückkosten der Verpackungssammlung um 32 % und schuf damit die Basis für die erfreuliche Lizenztarifentwicklung der letzten Jahre. "Kein anderes Sammelsystem in Europa kann ähnliche Kostensenkungen aufweisen", unterstreicht Dr. Christoph Scharff, Geschäftsführer der ARGEV.

Die Tarifentlastungen der ARGEV-relevanten ARA Lizenztarife per 1. 1. 2001 wirkten sich für die österreichische Wirtschaft mit Einsparungen von rd. 20,7 Mio. Euro / 285 Mio. ATS aus. Für 2002 wurden die Tarife neuerlich spürbar entlastet (rd. 2,3 Mio Euro / 32,3 Mio ATS), und erstmals konnten dabei auch die Tarife für Metallverpackungen deutlich reduziert werden.

Betriebsprüfung ergab "makellose Gebarung"

Eine bemerkenswerte Bestätigung fand die Gebarung der ARGEV durch die vom Finanzamt für Körperschaften im Zeitraum April 2001 bis Februar 2002 durchgeführte Buch- und Betriebsprüfung der ARGEV. Die Prüfung, die sich - weit über das übliche Maß hinaus - auch auf Aspekte der Tarifpolitik und -kalkulation erstreckte, bleibt im Ergebnis "ohne jede Feststellung". Damit ist die absolut makellose Gebarung der ARGEV seit ihrer Gründung 1992 auch bescheidmäßig festgestellt.

Umfassendeste Ausschreibung in der österreichischen Abfallwirtschaft

Die ARGEV hat die letzten beiden Jahre genutzt, um ihr gesamtes Vertrags- und Leistungsgefüge neu zu ordnen. Flexibilität und Effizienz standen dabei im Vordergrund. Die Neuvergabe sämtlicher Sammel- und Sortierleistungen in 100 Sammelregionen durch die ARGEV im vergangenen Jahr stellte die umfassendste Ausschreibung in der österreichischen Abfallwirtschaft dar.

Im April und Mai 2001 wurden die Sammel- und Sortierleistungen für Leicht- und Metallverpackungen aus Haushalten und betrieblichen Anfallstellen mit einem Gesamtumfang von jährlich rund 75 Mio Euro ausgeschrieben. Die ARGEV hatte zuvor mit Ende 2001 die bestehenden Verträge mit ihren Regionalpartnern nach achtjähriger Laufzeit gekündigt. 71 Sammel- und 29 Sortierunternehmen erhielten nach einem zweistufigen Auswahlverfahren den Zuschlag als Bestbieter. "Mit dem Abschluss von 200 neuen Sammel- und Sortierverträgen wollten wir die positiven Effekte des Wettbewerbs in vollem Umfang für unser Sammelsystem nutzen. Die signifikanten Kostenentlastungen haben unseren Weg bestätigt", zieht Dr. Christoph Scharff nach Abschluss der Neuvergabe durch die ARGEV zufrieden Bilanz.

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