Österreichs Fluglotsen solidarisieren sich mit Streikenden

Position der österreichischen Regierung zur Liberalisierung des EU-Luftraumes unklar

Wien (HTV/ÖGB). "Wir solidarisieren uns mit den streikenden KollegInnen", erklärte der Vorsitzende der Fachgruppe "FlugsicherungsBetrieb", Haris Usanovic, zum heutigen Streik der Fluglosten in Frankreich, Italien, Portugal, Griechenland und Ungarn. Bei dem Streik geht es um die von der EU geplante Liberalisierung des europäischen Luftraumes.++++

"Wenn alles nur mehr der Wirtschaftlichkeit untergeordnet wird, leidet die Sicherheit. Erschreckendstes Beispiel sind die englischen Eisenbahnen. So weit darf es beim Flugverkehr nicht kommen", warnt Usanovic. Bedenklich sei in diesem Zusammenhang, so der Vorsitzende der Fachgruppe, dass die österreichische Regierung zu den Plänen der EU noch immer keine Position bezogen hat. Ein Gespräch der Vertreter der Fachgruppe mit dem zuständigen Verkehrsministerium "will seit Monaten einfach nicht zustande kommen".

Da die österreichischen Fluglotsen noch nicht Mitglied der ATC EUC (Air Traffic Controllers European Unions Coordination) sind, nehmen sie am aktuellen Streik nicht teil. Usanovic: "Sollte die Entwicklung, der Sicherheit der Luftfahrt nicht mehr Priorität einzuräumen, weitergehen, sind wir zu gewerkschaftlichen Maßnahmen bereit. Es geht schließlich um Menschenleben."(ff)

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