Unternehmensgründungen sich wichtige Wachstumsperspektive

Domany und Rieder verleihen i2b Final Awards

Wien (PWK444) - Wiens Vizebürgermeister Sepp Rieder und WKÖ-Generalsekretär Christian Domany verliehen bei einem Festakt im Wiener Rathaus am Dienstag, 18. Juni, die i2b Final Awards 2002. Der erste Preis geht an das Team PicMe aus Niederösterreich, auf den Plätzen landeten das Team Laseranalytik aus Oberösterreich gefolgt vom Team TMB aus Niederösterreich.

"Unternehmensgründungen sind eine wichtige Wachstumsperspektive", so der Generalsekretär der Wirtschaftskammer. Deshalb hat die WKÖ 2002 zum Jahr der Gründer erklärt und sich 30.000 Unternehmensgründungen zum Ziel gesetzt. Domany kann sich freuen, "denn die umfangreichen Unterstützungsmaßnahmen, zu denen auch die Trägerschaft von i2b zählt, tragen Früchte: Das Interesse an Selbständigkeit wird in Österreich immer größer, das beweisen die Gründerzahlen: allein 2001 konnten 26.933 Neugründungen verzeichnet werden. Im ersten Quartal dieses Jahres waren es bereits 7.696 und die Ganzjahresprognose weist mit 29.735 darauf hin, dass wir 2001 um etwa 10% Unternehmensgründungen übertreffen werden".

Das Team PicMe reüssierte bei der Jury mit seinem Businessplan für ein Bioinformatikservice auf Grundlage klonrelevanter Daten. "Die Aufgabe von PicMe besteht darin", erläutert Silvia Fluch, "eine zunächst physische Sammlung von Genen verschiedenster Pflanzenarten anzulegen, diese vollautomatisiert und qualitätsgesichert zu verwalten, und in Form von individuell zusammenstellbaren DNA-Chips öffentlich zugänglich zu machen". Parallel dazu werden Datenbanken aufgebaut, die alle klonrelevanten Daten enthalten, und so die Grundlage für Bioinformatik Services bilden. Das Hauptprodukt DNA-Chip kann direkt vom Internet vom Kunden zusammengestellt und abgerufen werden.

Die Geschäftsidee des Teams Laseranalytik besteht in der Herstellung eines Geräts zur laserbasierten Materialanalyse. Das zugrunde liegende Messprinzip erlaubt eine berührungslose und schnelle chemische Analyse verschiedenster Materialien. "Unser Produkt", erklärt Teamleiter Johann Gruber, "kann schwer zugängliche Oberflächen wie die von flüssigem Stahl analysieren und misst zugleich dessen Temperatur". Erstmals ist es möglich, die Zusammensetzung und Temperatur von Stahl während der Herstellung zu messen, ohne den Produktionsprozess unterbrechen zu müssen. Dadurch kann die Produktionskapazität von Stahl um bis zu 25% erhöht werden und der Betriebsmitteleinsatz deutlich verringert werden.

Dem Team TMB ist es gelungen, eine neue Methode zu entwickeln, welche die unbegrenzte Vermehrung bestimmter menschlicher Zellen ermöglicht. Daraus sollen sich Heilungschancen bei chronischen Erkrankungen ergeben, die bisher schwer oder überhaupt nicht therapierbar waren. Bei der Analyse bestimmter Zellen", erläutert Teamleiter Rudolf Berger, "zeigte sich, dass diese Proteine bilden, die für das Haut-und Blutgefässwachstum wichtig sind. Diese Proteine, sogenannte Wachstumsfaktoren, sollen für neue Therapiemethoden in der regenerativen Medizin, vorrangig bei chronischen Wunden und kardiovaskulären Erkrankungen angewandt werden".

i2b wurde im Jahr 2000 von der Bank Austria, der VA Tech und der Wirtschaftskammer Österreich ins Leben gerufen und hat sich rasch als kräftiger Muskel der heimischen Gründerszene etabliert. Beim diesjährigen Bewerb haben sich bereits insgesamt 158 Teams beteiligt.

"Ideas to Business", Österreichs großer Geschäftsplan-Wettbewerb für innovative, technologieorientierte Geschäftsideen, verläuft auf drei Stufen. Auf der ersten geht es um die Produkt- und Serviceidee sowie deren Kundennutzen. In der zweiten Etappe haben die Teams die Aufgabe, ihre Ideen zu Grob-Businessplänen mit dem Schwerpunkt Marktstrategie auszubauen. Im Finale werden die Geschäftspläne in Details ausgearbeitet. Der Focus liegt bei der Finanz- und Umsetzungsplanung.

Die Finalisten auf dem "Stockerl" können sich über Euro 20.000, Euro 10.000 und Euro 5.000 Siegesprämie freuen. Die Placierten bis zum zehnten Rang erhielten ein "Trostpflaster" in Höhe von je Euro 1.000, und bis zum 20. Platz gab es Bildungsgutscheine des WIFI.

"Ideas to business" macht aber nicht nur Sieger. Jeder Teilnehmer ist ein Gewinner, weil er am Ende des Wettbewerbes einen fertigen Businessplan in Händen hält. Und ein solcher Businessplan, in dem alle Aspekte einer Geschäftsidee professionell dargestellt werden, ist eine wichtige Voraussetzung, um künftige Kapitalgeber vom Potential eines Projektes zu überzeugen. Die Professionalität wird überdies durch die Einbindung einer Reihe erfahrener Wirtschaftsprofis von Unternehmensberatern über Steuerberater bis zu Finanzierungsexperten forciert, die ihr Know-how im Rahmen regelmäßiger Coaching-Abende mit Vorträgen und individuellen Beratungen der Teams zur Verfügung stellen.

Kontakte zu Unternehmen, Förderinstitutionen wie die Wirtschaftskammer, die als zweiter i2b- Hauptträger fungiert, und Banken wie der dritte i2b-Träger, die Bank Austria, ergeben sich im Laufe der Arbeit am Businessplan fast von selbst. Die Wirtschaftskammern haben für 2002 das Rekordziel von 30.000 Neugründungen gesetzt und den weiteren Ausbau des Gründerservice der Kammern in die Wege geleitet. (us)

Rückfragen & Kontakt:

Rudolf Pasquali
Tel.: (++43-1) 8973728-51
0676-3349836
pasquali@i2b.at

Wirtschaftskammer Österreich

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PWK/PWK