FSG-GPA: Personalpolitik Marke Strasser sollte in moderner Demokratie ausgedient haben

FSG-GPA unterstützt Protestmaßnahmen der Exekutive

Wien (FSG-GPA). "In einer modernen Demokratie sollten macht- und parteipolitisch motivierte Personalentscheidungen, wie sie Ernst Strasser derzeit im Innenressort exekutiert, der Vergangenheit angehören. Das Agieren vieler VP-Politiker von Strasser über Pröll bis zu Schüssel erinnert an die Praxis autoritärer Systeme, die ihre Macht hervorkehren und gar nicht bemerken, wie anachronistisch ihr Agieren eigentlich bereits geworden ist und wie leicht durchschaubar ihre Manöver für die Bevölkerung sind", kritisiert der Vorsitzende der Fraktion Sozialdemokratischer GewerkschafterInnen in der Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA), Norbert Nischkauer.++++

"Neben der politischen Umfärbung zentraler Schaltstellen des Staates verfolgt die blau-schwarze Personalpolitik vor allem den Zweck der Einschüchterung. Alle jene Verantwortungsträger, die es noch immer wagen, einzelne Maßnahmen der Regierung kritisch zu beleuchten, sollen so gefügig gemacht werden. Alle Bekenntnisse der Regierungsvertreter zu Dialogbereitschaft und Kommunikation werden immer mehr als leere Worthülsen entlarvt", so die FSG-GPA.

Die Sozialdemokratischen Gewerkschafter in der GPA unterstützen die Proteste jener Exekutivbeamten, die sich dieser parteipolitischen Willkür nicht einfach fügen wollen auch in dem Wissen, dass derartig überlebte Parteipolitik in den Strukturen einer modernen und offenen Gesellschaft nichts zu suchen hat. In einer Gesellschaft, in der Kreativität, kritisches Denken und Leistungsbereitschaft mehr zählt als die Farbe des Parteibuches. Die FSG-GPA ruft daher alle, die ihren Unmut zum Ausdruck bringen wollen, auf, sich an den morgigen Protesten der Exekutivbeamten zu beteiligen.

FSG, 19. Juni 2002
Nr. 062

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