Handverletzungen sind die häufigste Unfallfolge

100. Wiener Handkurs in der AUVA - Sicherheit, Medizin, Unfälle

Wien (OTS) - Von 17. bis 21. Juni findet im Forschungs- und Verwaltungszentrum der AUVA der 100. Wiener Handkurs statt. Der von Professor Dr. Jörg Böhler geleitete und von der AUVA geförderte Kurs bietet die fundierteste Ausbildung auf dem Gebiet der Handchirurgie im gesamten deutschen Sprachraum. Insgesamt haben bisher zirka 5.000 Chirurgen diesen Kurs absolviert und Dank ihrer Kenntnisse Hunderttausenden geholfen. Die AUVA hat damit wesentlich zum hohen Standard der Heilbehandlung in Österreich beigetragen.

30 Prozent aller Unfälle haben Verletzungen der Hand zur Folge. Die unterschiedliche Schwere reicht dabei von der relativ harmlosen Hautabschürfung über Fingerbrüche bis hin zu kombinierten Haut-, Sehnen- und Knochenverletzungen und dem Verlust von Fingern oder der ganzen Hand. Kein Wunder, wenn die Handchrirurgie eine besonders umfangreiche Disziplin ist. Sie befasst sich nicht nur mit Unfällen, zu denen auch Verbrennungen zählen, sondern auch mit Fehlbildungen und rheumatischen Veränderungen.

Im Wiener Handkurs geht es in erster Linie um die Behandlung von frischen Verletzungen sowie um die Behandlung von Funktionsstörungen von früher erlittenen Unfällen. Dabei haben sich die Methoden grundlegend geändert. Wurden frische Verletzungen früher schrittweise behandelt, beginnend mit der Ruhigstellung der Knochen und sukzessiver Nachbehandlung, ist heute die sogenannte Globalversorgung die Regel. Das heißt, dass man sämtliche notwendigen Behandlungsschritte möglichst früh und in einem setzt. Besonderer Wert wird auf die funktionell-dynamische Nachbehandlung gelegt, damit die hand wieder voll gebrauchfähig wird.

Zur Vermeidung von Handverletzungen im Arbeitsleben sind technische und persönliche Schutzmaßnahmen vor allem gegen Absturz vorgesehen. "Natürlich sollten dort, wo in der Freizeit große Sturzgefahr besteht wie zum Beispiel beim Inline-Skaten, sogenannte Handgelenkschützer getragen werden. Denn es ist immer noch besser, sich beim Fallen auf den geschützten Händen abzustützen, als etwa auf den Kopf zu fallen", meint Oberarzt Dr. Martin Leixnering, Leiter der Handambulanz im AUVA-Unfallkrankenhaus Lorenz Böhler, schmunzelnd.

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