Bures: Gegen Zerschlagung des gemeinnützigen Wohnbaus

Wien (SK) Angesichts der "blau-schwarzen Politik der Zerschlagung des gemeinnützigen Wohnbaus", sieht SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Doris Bures nicht gerade rosige Zeiten für das sichere Wohnen heraufdämmern. Im Rahmen einer Kontroverse über die Zukunft des Wohnens am Dienstag Abend übte Bures massive Kritik an der "konservativen Ideologie des Arme-Leute-Wohnens". "Für die SPÖ ist Wohnen keine Ware, sondern eine Lebensgrundlage, die nicht den freien Marktmechanismen überlassen werden darf", hielt Bures ihrer Diskussionsgegnerin, der ÖVP-Abgeordneten Karin Hakl entgegen. Bures definierte Wohnen als eine "politische Aufgabe": Es gelte einerseits die Menschen mit geringen Einkommen und andererseits den Mittelstand im Wohnbau zu fördern.****

Noch sei sicheres Wohnen in Österreich gewährleistet, bemerkte Bures - mit der Betonung auf dem Wort "noch". Denn: "Die Entwicklungen der letzten beiden Jahre haben schon gehörig für Unsicherheit gesorgt." Mit der Entlassung von 106.000 Wohnungen aus der Wohnungsgemeinnützigkeit, welche in einer "Nacht und Nebel Aktion" im Parlament durchgepeitscht worden sei, habe die Regierung klar signalisiert, worauf sie in Sachen Wohnungspolitik hinaus wolle, so Bures: auf eine Zerschlagung des gemeinnützigen Wohnungsbereichs.

Hinsichtlich der geplanten Veräußerung von ehemals gemeinnützigen Wohnungen wies Bures auf die "eigentlichen Ziele" der Regierung hin, welche den vorgeblichen Zielen der Regierung - den Mietern die Möglichkeit des Wohnungserwerbs zu geben - eindeutig widersprechen. "Es wird nicht zu einem Verkauf der Wohnungen an die Mieter, sondern an die Immobilieninvestoren kommen", stellte Bures klar.(Schluss)lm

Rückfragen & Kontakt:

Tel.: (++43-1) 53427-275
http://www.spoe.at

Pressedienst der SPÖ

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK/SPK