Gespräche mit Minister Strasser gescheitert

Exekutivgewerkschafter kündigen für Donnerstag Protestmarsch an

Wien (FSG). Erfolglos beendet wurden heute Nachmittag die Gespräche zwischen Innenminister Strasser und dem Vorsitzenden der GÖD bzw. den Vorsitzenden der Fachgruppen in der Exekutivgewerkschaft. Der Minister war gegenüber der Gewerkschaft in den wesentlichen Punkten zu keinerlei Kompromissen bereit. Daher gibt es am kommenden Donnerstag einen Protestmarsch der Exekutivgewerkschaft.++++

Der Vorsitzende der Polizeigewerkschaft Franz Pail: "Minister Strasser beharrt weiter auf seinem Weg des Diktats. Berechtigte Anliegen und Sorgen der MitarbeiterInnen nimmt sich Strasser nicht zu Herzen. Seine Maßnahmen wie die Schließung von Polizeikommissariaten und weiterer massiver Planstellenabbau gefährden die Sicherheit aller Bürgerinnen und Bürger vor Ort. Strassers Behauptung, er spare nur im Innendienst und setze mehr Sicherheitswachebeamte im Außendienst ein, ist eindeutig widerlegbar und entspricht in keiner Weise den Tatsachen."

Pail: "Wir haben es uns nicht leicht gemacht, aber der Bundesminister hat unsere Geduld über Gebühr strapaziert. Wir haben uns daher entschlossen, im Interesse der österreichischen Bevölkerung und der Exekutive für kommenden Donnerstag zu einem Protestmarsch aufzurufen."

Genauso unzufrieden mit Strassers Politik zeigt sich Kurt Kaipel, Vorsitzender-Stv. der Gendarmeriegewerkschaft: "Der Minister hat die Schließung von 119 Gendarmerieposten, Personalkürzungen und den Umstand, dass es keine Aufstiegschancen für die Jugend mehr gibt, zu verantworten. Sein Kurs des Kaputtsparens ist für uns absolut inakzeptabel!"

Empört ist auch Anton Schuh von der Gewerkschaft der Sicherheitsverwaltung im Innenministerium über Strassers Vorgangsweise: "Dieser Minister hat mit uns heute nur Scheinverhandlungen geführt. Denn schon am Vormittag, noch vor den Gesprächen mit uns, hat er der Belegschaft im Innenministerium die Ergebnisse der internen Arbeitsgruppen als gegebene Reformen präsentiert. Der Minister hat auf diese Weise die Personalvertretung verhöhnt, diese verließ daraufhin geschlossen den Präsentationsraum. Wir können und wollen Strassers Umgang mit der Kollegenschaft nicht länger hinnehmen!"

Gottfried Haselmayer, Vorsitzender der Gewerkschaft der Kriminalbeamten und aller Fachgruppen: "Dieser Minister ist längst zu einem Sicherheitsrisiko für unser Land geworden! Auch im Kriminaldienst zerschlägt er die bewährten Strukturen. Jetzt reicht es uns! Die Kolleginnen und Kollegen sind über Strassers totalitären Stil mehr als aufgebracht. Am Donnerstag bekommt der Minister die Rechnung für seine falsche und uneinsichtige Politik präsentiert!"

FSG, 18. Juni 2002 Nr.61

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