Vassilakou kritisiert Floridsdorfer SP-VP-FP-Koalition der Vorurteile

Heim für Asylsuchende: "Erst prüfen, dann urteilen!"

Wien (OTS) "Die intransparente Vorgangsweise des Innenministeriums beim geplanten Wohnheim für Asylsuchende im 21. Bezirk ist äußerst kritikwürdig. Ein Heim für Asylsuchende kann nur im Dialog mit den Bezirken konfliktfrei errichtet werden. Nach diesem Dialog und nach einer genauen Prüfungen kann geurteilt werden, ob das geplante Heim Sinn macht. Klar ist aber, daß Wien dringend weitere Plätze und Wohnungen für AsylwerberInnen braucht", so die Grüne Stadträtin Maria Vassilakou. "Die neuen Rekordzahlen an Schutz Suchenden sollte alle alarmieren, um ein Flächen deckendes Konzept für die Betreuung und Versorgung von AsylwerberInnen zu ermöglichen, um sie nicht der Obdachlosigkeit zu überlassen."

Erstaunt ist Vassilakou über einen Resolutionsantrag des 21. Bezirks. Darin äußern sich SPÖ, ÖVP und FPÖ zu einem geplanten Wohnheim für Asylsuchende - darunter viele Frauen, Kinder und Familien - in der Donaufelderstraße und bringen ihre ‚Sorge’ zum Ausdruck, dass dieses geplante Heim für Schutzsuchende an einem Standort mit zahlreichen Schulen geplant ist. Als Grund nennt die Drei-Parteien-Koalition die zu erwartende Drogenkriminalität durch ein solches Heim.

"Der eigentliche Skandal dieses Antrages", so die Menschenrechtssprecherin der Wiener Grünen, "ist die Gleichsetzung von AsylwerberInnen mit Drogenkriminalität. Diese zwei Begriffe in einem Atemzug zu nennen ist ungeheuerlich. Ich kann nur betroffen zur Kenntnis nehmen, dass es in der SPÖ Kräfte gibt, die derartig rassistische Vorurteile mittragen!"

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