Präs. Mag. Otto Gumpinger: Geburtenrate weiter im Aufwärtstrend - trotzdem weniger Bedarf an Kleinkinderbetreuung - Kinderbetreuungsgeld zeigt mehrere positive Auswirkungen

Linz (OTS) - Sehr erfreuliche Zahlen zeigt auch die Geburtenstatistik für April, 5,2% mehr Babies kamen zur Welt als im Jahr zuvor. Damit setzt sich der Aufwärtstrend in der Geburtenstatistik nun schon den dritten Monat im heurigen Jahr fort, stellte der Präsident des Österreichischen Familienbundes LAbg. Mag. Otto Gumpinger erfreut fest. Nach drei Monaten steigenden Geburtenzahlen sei es zwar noch etwas zu früh von einer wirklichen Trendumkehr zu sprechen, aber alle Signale deuten daraufhin, dass das Kinderbetreuungsgeld zu "wirken" beginne. Laut einer Umfrage bei Geburtskliniken werde der "Babyboom" auch in den nächsten Monaten anhalten. In der Geburtsklinik Nussdorf in Wien, werden sogar im Juni bis zu 50% mehr Geburten erwartet.

Neben dem Kinderbetreuungsgeld, haben, so sind sich Motivforscher und Psychologen einig, auch die schrecklichen Vorkommnisse am 11. September dazu beigetragen in der westlichen Welt einen zumindestens temporären Wertewandel bei jungen Paaren zu bewirken.

Wunsch nach Kleinkindbetreuung nimmt ab

Offensichtlich auf das Kinderbetreuungsgeld zurückzuführen, ist die sinkende Nachfrage nach Krippenplätzen für die unter dreijährigen. Eltern können sich durch das Kinderbetreuungsgeld die Kinderbetreuung selbst "organisieren" beziehungsweise selbst übernehmen. Mütter haben trotzdem erstmals die Möglichkeit ihren Job stundenweise während des Bezugs des Kinderbetreuungsgeldes wieder aufzunehmen. Gefragt sind daher flexible Lösungen der Kleinkindbetreuung wie Tagesmütter, Babysitter und Leihomas.

Ausbau der Nachmittagsbetreuung für Schulkinder

Wie Gumpinger betonte, sei ein echtes Defizit noch immer bei der Nachmittagsbetreuung von Schulkindern festzustellen. Das politische Augenmerk müsse daher jetzt verstärkt auf den Ausbau von Horten gelegt werden. Es sei aber auch sinnvoll, Tagesmütter für Schulkinder mehr zu einzusetzen. Wichtig sei, eine breite Palette an Angeboten zu schaffen, die Eltern eine optimale Wahlmöglichkeit eröffnet, meinte Gumpinger abschließend.

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