Schender: "Neue Schulgesetze bringen ein Mehr an Qualität"

Oberstufenreform geht in die Endphase

Wien 2002-06-18 (fpd) - "Das neue Schulorganisationsgesetz bringt ein Mehr an Qualität an Österreichs Schulen. Es ist eine wohldurchdachte Reform, die notwendig war", kommentierte der Bildungssprecher der FPÖ Abg. Mag. Rüdiger Schender die Novelle zum Schulorganisationsgesetz, die heute durch den Ministerrat ging. ****

Als besonderen Erfolg der Reform sieht Schender die Einführung des Pflichtgegenstandes "Informations- und Kommunikationstechnologie" in der ersten Klasse Hauptschule und AHS. "Damit wird die Grundlage geschaffen, Informations- und Kommunikationstechnologie in der Hauptschule und den AHS als Pflichtgegenstand in der Lehrplanverordnung vorzusehen. Das Wissen soll in der ersten Klasse vermittelt werden, um dann im Unterricht in den verschiedenen Fächern praktisch umgesetzt zu werden. Dies ist gerade im Zeitalter der Informationstechnologie eine notwendige und längst überfällige Anpassung des Schulsystems."

Ein weiterer Eckpfeiler der Reform sei die Integration von Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf in der Polytechnischen Schule. Ziel sei es, die Integration im Regelschulwesen in allen Schularten der allgemeinbildenden Pflichtschule, somit auch in der Polytechnischen Schule, zu führen. Schender hoffte, daß auch die Oppositionsparteien ihre Zustimmung zu diesem Vorhaben geben würden, denn es sei wichtig, daß die Umsetzung der Integration von Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf nun abgeschlossen werden könne.

"Weiters kommt es zu einer Neuprofilierung der gymnasialen Formen und Einführung einer Autonomie für die Oberstufe der allgemein bildenden höheren Schulen. Durch die Änderung der gesetzlichen Vorgaben kann eine typenspezifische Schwerpunktsetzung gesetzt werden. So ermöglicht diese Novelle des Schulorganisationsgesetzes die pädagogisch konsequente Fortführung der Schulautonomie in der Oberstufe und wird den überwiegenden Teil der Schulversuche obsolet werden lassen. Dies bringt eine wesentliche Weiterentwicklung jener Schulformen, deren besondere Zielsetzung darin besteht den Schülern eine umfassende und vertiefte Allgemeinbildung zu vermitteln und sie zugleich zur Universitätsreife zu führen. Durch diese verstärkte Autonomie in der Oberstufe kommt es zu einer Behebung eines längst überfälligen Defizits. Die Schulen werden nun endlich in die Autonomie entlassen und können diese zu einer entscheidenden Qualitätsverbesserung nützen. Auch Latein bleibt durch die Neufassung des Schulorganisationsgesetzes in modernisierter Form als Pflichtfach erhalten, denn Latein soll auch weiterhin als wichtige Grundlage der Allgemeinbildung erhalten bleiben", so der FPÖ-Bildungssprecher weiter.

"Diese Novelle ist ein wichtiger Schritt in Richtung mehr zukunftorientierter Schwerpunktsetzung und somit eine weitere Verbesserung, die den geänderten Anforderungen im österreichischen Bildungsbereich Rechnung trägt. Es soll nicht das Ende einer Entwicklung sein, sondern wir werden auch in Zukunft an einer Verbesserung des österreichischen Bildungsapparates weiterarbeiten. Dazu zählt auch eine Reform der Reifeprüfung, denn diese geht in ihrer bisherigen Form zuwenig auf die individuellen Fähigkeiten der Schüler ein. Das Ziel ist es, das Maturaniveau dadurch anzuheben", so der freiheitliche Bildungssprecher abschließend. (Schluß)

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