FP-Rosenkranz: "Dramatischer Schulschluß"

Über 5.000 Menschen unter 25 Jahren waren im April ohne Arbeit

St. Pölten (OTS) - "Die Jugendarbeitslosigkeit hat einen neuen Höchststand erreicht!", erklärte heut die freiheitliche Klubobfrau im NÖ Landtag, Barbara Rosenkranz. Ende April wären 5.029 Menschen unter 25 Jahren in unserem Land ohne Arbeit gewesen, kritisiert Rosenkranz, und fordert daher ein "Lehrlingsförderungspaket".****

Noch vor 20 Jahren habe es in Niederösterreich 33.000 Lehrstellen gegeben, 2002 sei das Angebot mittlerweile auf unter 20.000 gesunken. 628 Lehrplatzsuchenden stünden lediglich 396 offene Stellen gegenüber. Rosenkranz: "Eine Bilanz, die sich mit Schulschluß weiter dramatisch verschlechtern wird!" Heftige Kritik übte Rosenkranz besonders an Landeshauptmann Pröll, weil sich dieser noch im Frühjahr des Vorjahres für eine verstärkte Zuwanderung stark gemacht habe. "Eine kurzsichtige und gegen die Interessen der Bürger des Landes gerichtete Politik, wie mittlerweile für jeden erkennbar sein muß!", kritisierte Rosenkranz und verwies gleichzeitig darauf, daß der freiheitliche Standpunkt "Ausbildung statt Zuwanderung" nun mehr denn je seine Berechtigung habe.

Das "Lehrlingsförderungspaket", das die Freiheitlichen heute in Form eines Resolutionsantrages im NÖ Landtag fordern, sieht, so Rosenkranz, "Nägel mit Köpfen" vor:

  • Stipendien sollen besonders tüchtige Lehrlinge zu Zusatzausbildungen ermutigen.
  • Erfolgreiche Absolventen der teuren Meisterkurse müssen finanziell unterstützt werden.
  • Betriebe, die Lehrlinge ausbilden, müssen erstens steuerlich entlastet und bei der Vergabe öffentlicher Aufträge sowie bei Fördermaßnahmen bevorzugt berücksichtigt werden.
  • Ausbildende Betriebe sind von den durch den Berufsschulbesuch der Lehrlinge entstehenden Kosten zu entlasten.
  • Ausbildenden Betrieben mit bis zu 5 Mitarbeitern soll die Entgeltfortzahlung für Lehrlinge im Krankheitsfall ersetzt und
  • schließlich der Zusammenschluß mehrer spezialisierter Betriebe zu einem Ausbildungsverbund ermöglicht werden.

Heute wende die Öffentliche Hand für einen AHS-Schüler 6.540 €/Jahr auf, ein Lehrling "dürfe nur 660 Euro Wert sein". Rosenkranz: "Unsere zukünftigen Facharbeiter dürfen nicht länger Stiefkinder der Bildungspolitik bleiben, denn durch gute Ausbildung erreichen Regionen Hochlohnniveau, durch Zuwanderung hingegen Niedriglohnniveau!"

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