PRINZ: ERNEUERN WIR DIE ENERGIE FÜR DEN KLIMASCHUTZ!

Kyoto-Ziel ist ambitioniert, aber machbar

Wien, 18. Juni 2002 (ÖVP-PK) Die bundesweite Ökostrom-Regelung, wie sie nun zur Diskussion steht, ist für den ÖVP-Abgeordneten Klaus Prinz unabdingbar für die notwendige Trendwende in der Emissionsentwicklung. "Wenn wir das Kyoto-Ziel erreichen wollen, dann müssen auch im Energiebereich Tendenzen zur Förderung von erneuerbaren Energien bewusst und vor allem effizient und kostengünstig gesetzt werden", so Prinz heute, Dienstag. Es ist für den ÖVP-Abgeordneten "höchst erfreulich", dass sich alle im Parlament vertretenen Parteien bei der bundesweiten Ökostrom-Regelung im Grundsatz einig sind. Einem Beschluss noch vor der Sommerpause steht Prinz daher sehr zuversichtlich gegenüber. ****

Der Großteil der Treibhausgasemissionen findet seinen Ursprung im Energiebereich. "Der Klimawandel aber setzt uns allen zu: die Land-und Forstwirte und der Tourismus sind jedoch die ersten, die es trifft", begründet Prinz seinen Appell zu einer Trendwende in der Emissions-entwicklung. Im Kyoto-Vertrag hat sich Österreich zu einer massiven Reduktion der Gesamtemissionen um rund 15 Prozent in den nächsten acht Jahren verpflichtet. "Wenn wir das erfüllen wollen, müssen jedoch neue Maßstäbe bei der Energiegewinnung und -verwaltung gesetzt werden", so Prinz. Das betreffe aber nicht nur einige wenige Bereiche, sondern eine umfassende Änderung im Umgang mit fossiler Energie.

Anhand von einigen Beispielen erläutert der ÖVP-Abgeordnete die Dimension der erforderlichen Maßnahmen:

  • Würde man den Rückgang der CO2-Emissionen allein über den Heizölverbrauch regeln wollen, dürfte 2010 kein Heizöl mehr eingesetzt werden.
  • Würde man Veränderungen allein im Erdgasbereich erreichen wollen, dürfte 2010 nur mehr 20 Prozent der jetzigen Erdgasmenge verbraucht werden.
  • Wollte man nur über den Verkehrsbereich das Kyoto-Ziel erreichen, dürften im Jahr 2010 nur mehr ein Drittel der derzeitigen Treibstoffmenge verbraucht werden.
  • Wollte man die Treibhausgasemissionen lediglich über die kalorische Stromerzeugung minimieren, so müssten bis 2010 alle kalorischen Kraftwerke, die mit Öl, Gas oder Kohle betrieben werden, stillgelegt werden.

"An diesen Beispielen sieht man, dass umfassende Bemühungen notwendig sind, um das ambitionierte Kyoto-Ziel zu erreichen. Mit einer bundesweiten Ökostrom-Regelung wird man diesem Schritt wesentlich näher kommen", so Prinz abschließend.
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