Zum 30-jährigen Inseljubiläum: Ein "Universum" über das Tierleben der Donauinsel

"Eroberung einer Insel" im Oktober im ORF zu sehen

Wien (OTS) - Für Zigtausende Wiener ist die Donauinsel ein unersetzliches Erholungsgebiet geworden. Sonnenanbeter, Radfahrer, Skater und Nachtschwärmer nehmen die Insel seit Jahren von den ersten Frühlingstagen bis spät in den Herbst in Besitz. "Universum" zeigt die Insel mitten in der Großstadt einmal anders - aus dem Blickwinkel der Natur. Seit zwei Jahren laufen die Dreharbeiten an der "Universum"-Dokumentation "Eroberung einer Insel", für die Manfred Corrine und Hubert Kretschmer zum 30-jährigen Inseljubiläum die andere Seite der Donauinsel dokumentieren - eine Seite, die der Städter kaum kennt: Denn von den meisten Menschen unbemerkt haben sich auch Wildtiere ihren Platz auf der künstlichen Insel erobert. Die Koproduktion von ORF und media wien ist voraussichtlich im Oktober 2002 im ORF zu sehen.

Donauinsel: Lebensraum für Tier und Mensch
Bis zu 300.000 Personen täglich nutzen bei Schönwetter die 1972 errichtete Donauinsel als Freizeitparadies. Den alljährlichen Besucherhöhepunkt mit bis zu zwei Millionen Menschen bildet das dreitägige Donauinselfest, das heuer vom 21. bis 23. Juni über die Bühne geht und über das ORF 1 am Sonntag, dem 23. Juni 2002, um 11.45 Uhr berichtet. Kaum zu glauben, dass das urbane Biotop beides ist:
Erholungs- und Veranstaltungsort für Menschen und Lebensraum für Tiere. Doch auf der "Insel der Seligen" hat alles seine Ordnung:
Während in den Sommermonaten sonnenhungrige Städter die Donauinsel in Beschlag nehmen, gehört die Insel in den kühleren Jahreszeiten den Tieren. Ob Steinmarder, Biber, Hasen, Füchse und Rehe, Graureiher und Kormorane - auf der Donauinsel haben sie neben einer Vielzahl von Fischen, Kröten, Fröschen und Insekten ein wichtiges Jagd- und Brutgebiet in der Metropole Wien gefunden.

Die Gestalter zur "Insel"-Dokumentation
Für Manfred Corrine "zeigt sich gerade hier, mitten in der Stadt, wie sich die Natur wieder Platz nimmt, wie sich das Leben selbst regenerieren kann. Die hier ansässige Tierwelt geht eine Symbiose mit den Menschen ein. Die Tiere verstädtern, sie haben sich an die Anwesenheit der Menschen gewöhnt, sind nicht so scheu wie in ungestörten Biotopen und lassen sich auch durch Lärm kaum aus der Ruhe bringen." Hubert Kretschmer, der sich gemeinsam mit Waltraud Paschinger für die im November 1999 ausgestrahlte "Universum"-Dokumentation "Spuren im Sand" auf eine Entdeckungsreise durch Österreichs aufgelassene Sandgruben machte, zeigt sich von der Artenvielfalt auf der Donauinsel fasziniert: "Die Dreharbeiten haben gezeigt, dass dieses hochkomplexe Biotop auch Lebensraum für Tierarten bietet, die man hier eigentlich gar nicht oder nicht mehr vermuten würde. Egal ob Eisvögel, Zwergreiher oder Donau-Kammmolche, sie alle finden hier optimale Lebensbedingungen vor."

Nähere Informationen über das Programm auf den ORF-Bühnen von Ö1, Ö3, Radio Wien und FM4 zum "Donauinselfest 2002" gibt es unter http://orfprog.apa.at/ORFProg.

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