Keine Daseinsvorsorge ohne effiziente Umweltmaßnahmen

Wasser ist ein kostbares Gut

Wien, (OTS) "Wasser ist ein kostbares Gut" postuliert zum Themenkomplex "Wasser - Entsorgung - Umwelt" Leona Detiege, Bürgermeisterin der Stadt Antwerpen und Vizepräsidentin des Internationalen Forschungs- und Entwicklungszentrums für Öffentliche Wirtschaft und Gemeinwirtschaft (IFIG/CIRIEC, Lüttich) beim VÖWG-Jubiläumskongress. Man kann von einem Alarmzustand sprechen, denn die Nachfrage nach Wasser hat sich im EU-Bereich in den letzen Jahren versiebenfacht. In vielen Städten und Gemeinden wird der natürliche Wasserkreislauf verhindert oder gar zerstört. Es gilt, die Kanalisation, die das Regenwasser aufnimmt, von den Kläranlagen zu trennen. Auch steht außer Frage, dass der private Verbraucher nur einen Teil der tatsächlichen Kosten bezahlt.

Die Wiener Umweltstadträtin DI Isabella Kossina stellt einleitend zur Daseinsvorsorge die rhetorische Frage: Woher kommt der Begriff und was macht die Stadt Wien daraus? Auch wenn vielen Menschen das Gefühl für das Gemeinsame verloren gegangen ist, es gilt, den scheinbar grenzenlosen Liberalismus einzudämmen und nichts dem neoliberalen Zeitgeist zu opfern. Die Wirtschaft muss zwar moderne Technik anwenden, aber der Umweltschutz muss leistbar bleiben, und vor allem muss er "nachhaltig sein". Man wird, so die Umweltstadträtin, die aus dem Umweltbundesamt gekommen ist, den Wandel von der Reparaturgesellschaft zur Versorgungsgesellschaft zu vollziehen haben. Die Studie "Ökologische Fussabdrücke" gibt hier gezielte Hinweise. Überhaupt muss - um effizient und bürgernah zu sein - die Daseinsvorsorge im gemeindeeigenen Verantwortungsbereich bleiben, das gilt auch für die Abfallwirtschaft. "Wien nimmt die Daseinsvorsorge ernst" betont die Umweltstadträtin, in den nächsten fünf Jahren wird 1 Million Euro in den Umweltschutz fließen.

Der Leiter der Abfallwirtschaft Wiens und zugleich Vorstandsdirektor der Entsorgungsbetriebe Simmering (EBS), OSR DI Peter Bortenschlager, erinnert daran, dass bereits ab dem Jahr 1995 ein ökologisch optimiertes Gesamtprojekt für den Abwasserbereich in Wien erarbeitet wurde, das dann im Mai 1996 vom Gemeinderat beschlossen wurde. Das große zentrale Vorhaben besteht im Ausbau der Hauptkläranlage mit dem biologischen Reinigungsfaktor von mindestens 95 Prozent, überall in Wien werden die Gewässer die Güteklasse 2 aufweisen. Zu dem kommt "die Abfallentsorgung, die einen wesentlichen Bestandteil der Daseinsvorsorge für die Bevölkerung einer Großstadt darstellt". Im Jahr 1985 wurden erstmals die Grundsätze der Abfallwirtschaft festgelegt: Vermeidung - Verwertung - Entsorgung. Aufgrund der steigenden Restmüllmengen und dem anstehenden Deponierungsverbot ist die Errichtung einer weiteren Müllverbrennungsanlage erforderlich geworden (Inbetriebnahme für 2007 vorgesehen). (Schluss) pz

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