Positives Ergebnis der Psychiatrieplan-Diskussion

Auch Betroffene wurden angehört

Bregenz (VLK) - Auf äusserst breites Echo stieß der neue
Entwurf für den Vorarlberger Psychiatrieplan, der kürzlich
im Rahmen eines Hearings im Landhaus diskutiert wurde. Gesundheitslandesrat Hans-Peter Bischof freut sich über das positive Ergebnis und dass die Eckpfeiler des neuen
Konzeptes unbestritten sind. Im Herbst soll das
Vorarlberger Psychiatriekonzept von der Landesregierung
beschlossen werden, so das Vorhaben von Landesrat Bischof.
****

Dem Hearing ging ein umfassendes Begutachtungsverfahren
voraus, in dem nicht nur psychiatrische Einrichtungen und Interessensgruppen, sondern vor allem auch Vertreter von
Betroffenen und Angehörigen zur Stellungnahme eingeladen
waren, die auch am "Runden Tisch" zu Wort kamen. Breite
Zustimmung gab es für die Eckpfeiler, die Landesrat Bischof definierte: Bereinigung der Schnittstellenprobleme zur
besseren Durchgängigkeit der Behandlung der Patienten mit Lösungsansätzen zur intensiven Vernetzung aller
Systempartner, regionale Krisenintervention auch außerhalb
normaler Ordinationszeiten, Aufbau eines "Call-Centers",
Ausbau der Jugendpsychiatrie, verstärkte Berücksichtigung
der Psychosomatik sowie die Gerontopsychiatrie vor allem im
Bereich demenzieller Erkrankungen.

Der "Runde Tisch" mit Vertretern aller psychiatrischen Einrichtungen, Interessensgruppen und Betroffenen bzw.
Angehörigen soll zu einem regelmäßigen Forum als "Psychiatriekonferenz" werden. Auch die Einrichtung eines "Psychiatrie-Beirates" soll umgesetzt werden.

Grundsätzlich kam von Experten und Betroffenen
Zustimmung zum vorliegenden Entwurf des Vorarlberger Psychiatrieplanes, Ergänzungen werden jetzt geprüft und eingearbeitet. Ein Hauptziel habe der Psychiatrieplan
bereits erreicht, nämlich einen Prozess in Gang zu setzen,
bei dem die Information und die Kommunikation zwischen den wichtigsten Partnern durch einen ständigen Dialog verstärkt
werden soll. Dieser Dialog soll auch in Zukunft fortgesetzt
und damit die Partnerschaftlichkeit aller Beteiligten in
diesem wichtigen Gesundheitsfeld verstärkt werden, meinte
Landesrat Bischof zum erfreulichen Ergebnis der Diskussion. (hh/gw,nvl)

Rückfragen & Kontakt:

Fax: 05574/511-20137
Hotline: 0664/625 56 68 oder 625 56 67
presse@vorarlberg.at
http://www.vorarlberg.at/presse

Landespressestelle Vorarlberg67

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NVL/NVL