FPD-Dokumentation: Aussagen Khols über Fischer

Wien, 2002-06-17 (fpd) - Der Freiheitliche Pressedienst bringt hiermit die Aussagen von ÖVP-Klubobmann Khol über NR-Präsident Fischer zur Kenntnis, die FPÖ-Klubobmann Peter Westenthaler heute in seiner Pressekonferenz zitierte. ****

21.11.2000, APA
Khol verlangte, daß sich Fischer in seiner Funktion als SP-Vize etwas zurücknehmen solle. Der Nationalratspräsident sehe natürlich, daß es an der Spitze seiner Partei eine Lücke gebe und wolle diese als Mastermind der SPÖ schließen, ließ Khol Verständnis erkennen. Allerdings müsse sich Fischer entscheiden, ob er den Parteivorsitz übernehmen oder weiter die Funktion des Nationalratspräsidenten ausüben wolle. Dann wäre aber mehr Zurückhaltung in aktuellen politischen Fragen von Nöten.

13.7.2001, OTS
So sei die Bilanz der SPÖ vor allem von Nationalratspräsident Fischer präsentiert worden, der die Arbeit der Regierungsfraktionen mit einer Verve kritisiert habe, die dem Amt eines der Unabhängigkeit verpflichteten Nationalratspräsidenten nicht angemessen sei. "Da trug Fischer eher die Kappe mit den drei Pfeilen eines SPÖ-Funktionärs, der als Generalsekretär, Klubobmann und heimlicher Parteivorsitzender der SPÖ agiert. Gusenbauer blieb stumm."

27.8.2001, Format
Fischers Verhalten beschädigt sein Amt, da ist jede Zurückhaltung abhanden gekommen. Der Präsident des Nationalrates agiert auf der Gasse des täglichen Polithickhacks. Er kommentiert vierzehntägig die Innenpolitik aus seiner Sicht, sitzt im Parlament, spricht immer als Präsident und wird als solcher wahrgenommen. Das kann sicher nicht so weitergehen.
Fischer verändert die Definition seines Amts. Wir werden uns überlegen müssen, wie wir in Zukunft vorgehen. Mehr möchte ich dazu nicht sagen.

21.11.2000, OTS
Kritik übte Klubobmann Khol am Vorgehen Heinz Fischers. "Ich kann verstehen, daß er als Parteiobmann-Stellvertreter der SPÖ in jene Lücke springt, die sich in der führungslosen und völlig ratlosen SPÖ auftut. Sein Agieren als Graue Eminenz der SPÖ ist aber mit dem Objektivitätsanspruch eines Nationalratspräsidenten unvereinbar, seine Grenzüberschreitungen mehren sich. Er sollte sich daher mehr Zurückhaltung auferlegen, mehr Fingerspitzengefühl beweisen und sein Amtsverständnis nicht gefährden."

23.11.2001, APA
Kritik übte der VP-Klubchef daran, daß Gusenbauer und Cap ihre Pressekonferenz am Rande eines Plenartags abgehalten haben - und daß Nationalratspräsident Heinz Fischer "bei der Neuwahlfarce mitgemacht hat".
(Schluß)

Rückfragen & Kontakt:

Tel.: (01) 40 110 /5814

Freiheitliches Pressereferat

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NFC/NFC