ÖAMTC befürwortet Tagfahrlicht statt Licht am Tag

Vom Club kommt klares Nein zum Abblendlicht untertags

Wien (ÖAMTC-Presse) - Mit der 22. Novelle zum Kraftfahrgesetz könnte noch heuer das Fahren mit Licht am Tag gesetzlich vorgeschrieben werden. Demnach soll bei Tag außerhalb der Sommerzeit Tagfahrlicht oder Abblendlicht eingeschaltet werden. Der Club lehnt die Verpflichtung zum Einschalten des Abblendlichtes auf nationaler Ebene klar ab. "Wenn schon Licht am Tag, dann befürworten wir eine europaweit einheitliche Lösung, nämlich das sogenannte Tagfahrlicht", sagt ÖAMTC-Jurist Martin Hoffer. Dabei handelt es sich um weiße Leuchten, die in ihrer Leuchtkraft gleich mit den Rückfahrleuchten eines Pkw sind. Diese können integrierter Bestandteil des Scheinwerfers bzw. Begrenzungslichtes oder eigenständige Leuchten sein. Das europäische Parlament hat sich jüngst für eine Selbstbindung der Automobilhersteller ausgesprochen, alle neuen Kfz mit beim Startvorgang des Motors selbsttätig ein- und ausschaltendem Tagfahrlicht auszustatten.

Einen nationalen Alleingang, nämlich Regelungen zu schaffen, die es in Europa in dieser Form sonst nirgends gibt, halten die ÖAMTC-Experten für kontraproduktiv. Im Entwurf zur 22. KFG-Novelle ist etwa das Einschalten des Abblendlichts nur außerhalb von Ortsgebieten und nur für die Winterzeit vorgesehen. Hauptsächlich werden von Hoffer Sicherheitsbedenken ins Treffen geführt:
"Unbeleuchtete Fahrzeuge, Fußgänger aber auch Motorrad-Fahrer könnten aufgrund der Reizüberflutung, weil alle Fahrzeuge mit hellem Abblendlicht unterwegs sind, leichter übersehen werden."

Kein Verständnis zeigen die Clubjuristen für buchstäblich "schwarze Schafe", die sogar bei Dämmerung oder Sichtbehinderung durch Regen etc. gar nicht oder nur schlecht beleuchtet unterwegs sind. ÖAMTC-Jurist Martin Hoffer hat für diese Kraftfahrer eine Faustregel parat: "Wenn im Rückspiegel der Nachfolgeverkehr nicht mehr eindeutig erkennbar ist, ist man das selbst mit seinem Fahrzeug für die entgegenkommenden Autofahrer auch nicht. Spätestens dann sollte das Licht aufgedreht werden."

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ÖAMTC-Pressestelle/Sabine Fichtinger

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