Stand der Dinge in Sachen "Gironcoli-Kunsthalle"

Privatstiftung für LH Haider vorstellbar - Künstler will über Lösung für seine monumentalen Werke in Wien verhandeln

Klagenfurt (LPD) - Die Frage des Rechtsträgers für die "Gironcoli-Kunsthalle" konnte noch nicht geklärt werden. Für Kärntens Landeshauptmann Jörg Haider ist auch eine Privatstiftung vorstellbar. Diese Rechtsform wird derzeit vom Anwalt von Prof. Bruno Gironcoli geprüft. Haider schlägt vor, dass das Land einen Einmalbeitrag zum Stammkapital des zu konstituierenden Rechtsträgers für die Präsentation der Skulpturen des vielfach ausgezeichneten Künstlers leistet.

Eine finanzielle Unterstützung des Landes Kärnten für die Privatstiftung will der Kärntner Kulturreferenten jedoch an Bedingungen geknüpft sehen: Der Bund müsste denselben Beitrag zum Stammkapital einer Privatstiftung leisten wie das Land Kärnten, daneben müsste auch der Künstler etwas zum Stammkapital beitragen und die Gremien dem Gesamtpaket zustimmen. Aus den Erträgen des Stiftungskapitals sowie sonstiger Einnahmen sollten die anfallenden Kosten des laufenden Betriebes der Gironcoli-Kunsthalle gedeckt werden. Eine laufende Subventionierung der Privatstiftung durch das Land Kärnten wird von Haider abgelehnt

Den aktuellen Stand der Dinge in Sachen "Gironcoli-Kunsthalle" legte heute der Kärntner Kulturreferent dar, der zuvor den Auftrag erteilt hat, gemeinsam mit Prof. Bruno Gironcoli ein Vertragswerk zu erarbeiten, das zwar dessen Wünsche maximal berücksichtigt, zugleich aber optimale Voraussetzungen für den Rechtsträger der Präsentation der zahlreichen monumentalen Skulpturen schafft und für das Land Kärnten finanziell vertretbar ist.

Auf Wunsch von Prof. Gironcoli wurden die laufenden Gespräche über den Vertrag und über die Auf- bzw. Ausstellung in der ehemaligen BBU-Erzaufbereitungshalle in Bad Bleiberg eine Zeit lang ausgesetzt, damit dieser ein Angebot von Hanspeter Haselsteiner prüfen kann. Der von LH Haider als Partner gewonnene Bauindustrielle hat vorgeschlagen, für Teile des umfangreichen und voluminösen Werkes von Gironcoli eine Ausstellungsfläche in Wien zu schaffen. Dafür würde sich die so genannte "Platte" im Zuge der Errichtung der STRABAG-Konzernzentrale anbieten. Haider meinte dazu, dass dieses großzügige Angebot eine willkommene Ergänzung zum Vorhaben in Bad Bleiberg und ein "Schaufenster" für Kärnten darstellen würde. Mit Haselsteiner wurde vereinbart, dass in einem gemeinsamen Projektteam mit Prof. Gironcoli die weiteren Projektvorbereitungsarbeiten akkordiert werden.

In den kommenden Gesprächen gehe es darum, Einigkeit insbesondere in der Frage der Werknutzungsrechte und hinsichtlich des von Seiten des Landes geforderten Beitrages des Künstlers zum Stammkapital des zu konstituierenden Rechtsträgers zu erzielen, erklärt der Kulturreferent. Jedenfalls müsste die von ihm angestrebte Lösung "für die Öffentlichkeit nachvollziehbar, kulturpolitisch vertretbar und sachlich schlüssig sein", so Haider. Es dürfe durch den "Sonderfall Gironcoli" kein Präjudiz geschaffen werden, das andere Künstler bzw. Kulturinitiativen diskriminiert. Seitens des Landes sei immer bekräftigt worden, dass zur Realisierung der Gironcoli-Kunsthalle, das Land zwar ein wichtige Rolle im Rahmen des Finanzierungskonzeptes einnehmen wird, sich aber auch andere wie der Bund, die Gemeinde Bad Bleiberg sowie private Sponsoren beteiligen müssen. (Schluss)

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