Bundesweite Aktion für die Klein-und Mittelbetriebe startet heute in Kärnten

Finanzminister Karl-Heinz Grasser und LH Haider unterstreichen Entlastung für Mittelstand - KMU werden aktiv miteingebunden -Künftig mehr Kontrollore für illegale Ausländerbeschäftigung

Klagenfurt (LPD) - Die Klein- und Mittelbetriebe (KMU) sind das Rückgrat und Herzstück der österreichischen Wirtschaft. Für sie sollen die Rahmenbedingungen erheblich verbessert werden. Nach einer forcierten Mittelstandsförderung in Kärnten wird nun bundesweit eine Aktion für KMU durchgeführt, Startschuß ist heute abend in Kärnten, im Casineum Velden. Das gab heute Finanzminister Karl-Heinz Grasser in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Landeshauptmann Jörg Haider im Spiegelsaal der Kärntner Landesregierung bekannt. Die Tour durch die Bundesländer, die viele Informationsveranstaltungen und Betriebsbesuche umfasst und von Förderungsstellen und Informationstechnologie wie Bürges und Telekom begleitet sein wird, soll bis 28. August, dem Beginn der Budgetverhandlungen abgeschlossen sein.

Die KMU sind dabei eingeladen, mitzureden und ihre Erwartungen und Vorschläge einzubringen. Fünf Fragen werden zur Beantwortung gestellt werden. Wie Grasser ausführte, sollen die aus der Bundesländer-Tour gewonnenen Prioritäten umgesetzt werden. Diese größte KMU-Umfrage Österreichs verstehe er als Handlungsanleitung für die kommenden Budgetverhandlungen. Ergebnisse werden auch im Internet unter www.gemeinsamzumerfolg.at zu sehen sein.

In Österreich gibt es an die 200.000 KMU, zwei Drittel aller Erwerbstätigen sind bei ihnen beschäftigt. Sie erbringen 60 Prozent der Wertschöpfung und sind auch enorm wichtige Steuerträger, so der Finanzminister. Einer jüngsten Umfrage zufolge wollen KMU vor allem eine Steuer- und Verwaltungsreform realisiert sehen. Auch die Hebung der Ausbildungsqualität ist ein wichtiger Punkt. Lohnnebenkostensenkung und steuerliche Begünstigung für nicht entnommene Gewinne werden ebenfalls massiv gefordert. 58 Prozent seien dafür, dass die Steuerreform das Nulldefizit nicht gefährde, so Grasser.

Der Minister unterstrich, dass es Konsens sei, eine massive Entlastung zu ermöglichen und weitere Reformen umzusetzen. Die erste Etappe werde 2003 erfolgen. Allein im nächsten Jahr sollen bei der öffentlichen Verwaltung 1,6 Mrd. Euro eingespart werden. Er stehe für Entlastung, Reformen und eine verläßliche und stabilitätsorientierte Finanzpolitik. Österreich habe in den letzten zwei Jahren dabei europaweit Vorbildhaftes geschafft. Bei den
Pensionssystemen werde es aufgrund der demografischen Entwicklung Strukturreformen brauchen, ein wichtiger Schritt sei mit der Abfertigung neu gesetzt worden.

Landeshauptmann Haider unterstrich, dass die Steuerreform 2003 ein Versprechen und somit einzulösen sei. Es brauche eine Entlastungsoffensive. Steuersenkung bedeute Motivation in den Betrieben, neue Investitionen und eine Stärkung der Kaufkraft. Haider verwies auf die vielfältigen Kärntner Offensiven zu Gunsten der KMU bzw. des Mittelstands. Bei der Gewerbeaktion werde die Mindestinvestitionssumme noch einmal reduziert und damit noch attraktiver. Er teilte auch mit, dass ab 1. Juli die
Kompetenz für die Überwachung und Kontrolle von illegaler Ausländerbeschäftigung beim Finanzminister liegen wird. Statt zwei Kontrolloren derzeit in Kärnten werde es künftig zehn geben, wodurch sich die Situation etwa am Bausektor deutlich verbessern werde. (Schluss)

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