Universität Wien und Bank Austria prämieren innovative WissenschaftlerInnen

Preise für Forschung und Lehre werden vergeben

Wien (OTS) - Zum Ende des Sommersemesters 2002 zeichnet die Universität Wien gemeinsam mit der Bank Austria innovative Lehr- und Forschungsprojekte aus. "Die Interdisziplinarität der Universität Wien führt immer wieder zu besonders hochwertigen wissenschaftlichen Leistungen", freut sich Johann Jurenitsch, Vizerektor für Forschung und Ressourcen der Universität Wien.

Der Bank Austria Preis zur Förderung innovativer Forschungsprojekte an der Universität Wien geht dieses Jahr an zwei junge Wissenschaftlerinnen. Brigitte Steger, Japanologin, erhält den Preis für ihre Dissertation "(Keine) Zeit zum Schlafen? Eine japanologisch-sozialwissenschaftliche Studie". Ihre Arbeit ist die erste Monographie, die das Thema "Schlafen" sozial- und kulturwissenschaftlich behandelt. Ebenfalls mit dem Bank Austria Förderungspreis ausgezeichnet wird Andrea Lehner-Hartmann für ihre Arbeit "Wider das Schweigen und Vergessen", in der sich die Theologin den sozialwissenschaftlichen Erkenntnissen und praktisch-theologischen Reflexionen zu Gewaltvorkommen in Familien widmet.

Der Bank Austria Stiftungspreis für innovative Lehrprojekte geht dieses Jahr an Fritz Sterz, Universitätsklinik für Notfallmedizin, AKH. Im Rahmen der Aktionswoche, die von Dr. Sterz für VolkschülerInnen organisiert wurde, haben die Kinder in spielerischer Weise die Funktion des menschlichen Körpers kennen gelernt und das Verhalten im Notfall erprobt. Ziel des Projekts ist es, eine Initialzündung für verpflichtenden Erste-Hilfe Unterricht an Volksschulen zu geben und durch eine frühzeitige Sensibilisierung der Bevölkerung den Menschen die Angst vor Erste-Hilfe Maßnahmen an Verletzten zu nehmen.

Vor einem Jahr hat die Universität Wien auf Initiative von Arthur Mettinger, Vizerektor für Lehre und Internationales, erstmals den Wettbewerb "Innovationen in der Lehre" ausgeschrieben. Inzwischen wurde das Projekt auch von der Universität Graz übernommen. An der Universität Wien findet der Wettbewerb bereits zum zweiten Mal statt. "Die Zahl der eingereichten Projekte hat sich auf 90 verdoppelt, alle acht Fakultäten haben sich daran beteiligt", so Vizerektor Mettinger. "Unsere Aktion zeigt, dass im Bereich der innovativen Lehre an der Universität Wien viel in Bewegung ist und kreative Formen der neuen Lehre umgesetzt werden." Ausgezeichnet wird in drei Kategorien: "Neue Medien", "Interdisziplinäre Projekte" und "Innovative Sprachvermittlung".

Der Preis der Universität Wien im Bereich "Neue Medien" geht an Christiane Spiel, Institut für Psychologie, für die Lehrveranstaltung "Evaluation und Forschungsmethoden". Die traditionelle Massenvorlesung wurde auf E-Lecturing umgestellt. Neben der Vermittlung von inhaltlichem Wissen wird durch die neue Methode die technische, methodische und soziale Kompetenz der Studierenden erhöht.

Gabriele Rasuly-Paleczek vom Institut für Ethnologie, Kultur- und Sozialanthropologie wurde für die Ringvorlesung "Herausforderung Migration" in der Kategorie "Interdisziplinäre Projekte" ausgezeichnet. An den Vorträgen, Workshops und Podiumsdiskussionen im Zuge der Ringvorlesung, die anlässlich des International Migrant's Day der UNO ins Leben gerufen wurde, waren 28 WissenschaftlerInnen aus verschiedenen Fachgebieten, 20 ExpertInnen, 20 MigrantInnen und Studierende unterschiedlicher Studienrichtungen beteiligt.

Verena Berger vom Institut für Romanistik wurde für den "Aufbaukurs Spanisch" im Sommersemester 2002 für "Innovative Sprachvermittlung" prämiert. Studierende aus Österreich, Japan, Australien und Israel " die ebenfalls am Projekt teilnehmen " treten in Kontakt mit zukünftigen Spanisch-LehrerInnen, die am Institut für Hispanistik an der Universität Barcelona ausgebildet werden und so ihre Kompetenz als Ausbildende erstmals erproben.

Einen Zusatzpreis vergibt die Universität Wien an das hauseigene Mentoringprogramm für junge Wissenschaftlerinnen.

Das Preisgeld der Universität Wien und der Bank Austria bewegt sich zwischen 1.000 und 4.000 Euro. Am 27. Juni 2002 werden die Preise den Prämierten im feierlichen Rahmen im Großen Festsaal der Universität Wien übergeben.

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Eva Kößlbacher
Zentrum für Forschungsförderung, Drittmittel und Öffentlichkeitsarbeit

Universität Wien
Tel.: (++43-1) 4277 -18181
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