Gewerbetreibende finanziell entlastet

Wien (OTS) - Durch die jüngst im Ministerrat beschlossenen
Novellen zu den Sozialgesetzen werden Gewerbetreibende ab 2003 finanziell deutlich entlastet. Damit wurden endlich auch die jahrelangen Forderungen der SVA erfüllt. Kernpunkte der Reformen sind die generelle Herabsetzung der Mindestbeitragsgrundlage in der Krankenversicherung und die Pauschalierung der Krankenversicherungsbeiträge für Jungunternehmer.

Selbständig Erwerbstätige zahlen mit 8,9 Prozent der individuellen Beitragsgrundlage den höchsten Beitrag für ihren Krankenschutz (Bauern: 6,4 %, Angestellte: 6,8 %, Beamte: 7,1 %, Arbeiter: 7,6 %). Dazu kommt, dass derzeit die Mindestbeitragsgrundlage in Höhe von 1.045,63 Euro rund 3,5mal so hoch ist, wie die ASVG-Geringfügigkeitsgrenze (301,54 Euro). Die Reduzierung der Mindestbeitragsgrundlage auf 537,78 Euro bedeutet für rund 68.000 Versicherte eine Ersparnis von bis zu 45,20 Euro im Monat bzw. 542,40 Euro im Jahr.

Jungunternehmer werden ebenfalls entlastet. Sie zahlen in Zukunft für ihren Krankenschutz in den ersten beiden Jahren der selbständigen Erwerbstätigkeit nur den Mindestbeitrag (47,68 Euro mtl.). Die bisher gesetzlich verankerte Nachbemessung, die zu einer rückwirkenden Erhöhung des monatlichen Beitrages auf bis zu 339,54 Euro führen konnte, wird aufgehoben. Es bleibt beim Mindestbeitrag, wodurch sich für den Einzelnen eine monatliche Beitragsersparnis von bis zu 291,68 Euro (3.500,16 Euro pro Jahr) ergeben kann.

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Josef Paulis
Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft
Tel. 01/54 6 54/3451

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