hogast Power-Tag mit Samy Molcho: Gesten der Gastlichkeit

"Die Änderung der eigenen Körpersprache kann konsequent nur durch Änderung der Weltanschauung erfolgen", Samy Molcho

Wien (OTS) - Die hogast, Einkaufsgenossenschaft für Hotellerie und Gastronomie, rief zum Power-Tag und über 250 Führungskräfte der Branche sahen ihre Hoffnungen auf ein Meeting der besonderen Art voll erfüllt.

Während in den meisten Managementseminaren die Perfektionierung des eigenen Verhaltens thematisiert wird, setzt Samy Molcho bei der Beobachtung der Geschäftspartner, Mitarbeiter und Gäste an. Der Ex-Pantomime und weltbekannte Experte in Sachen Körpersprache verblüffte die Hörerschaft durch spektakuläre Analysen. Anhand eines simplen Händedrucks legte er auf offener Bühne manche Eigenschaften bereitwilliger "Opfer" frei. Nicht ohne seine Grundphilosophie mitzuliefern: Keine der Eigenschaften ist für sich "gut" oder "schlecht", sondern erhält nur im jeweiligen gesellschaftlichen Zusammenhang den Stempel aufgedrückt. In einem anderen Raster wandelt sich die Bedeutung: Das Mousse au chocolat, im Mund eine Delikatesse, gerät auf der Krawatte zum Schmutz.

Beim Händedruck reicht Hobbypsychologen gemeinhin die Unterscheidung zwischen fest und weich. Doch welche Vielfalt hat dem gegenüber Samy Molcho anzubieten. Der Händedruck von oben herab ist dominant, speziell wenn dadurch der Druck "unter der Gürtellinie" vollzogen wird. Noch schlimmer, wenn sich die Hand nach innen dreht, so dass in der Begrüßung einer die Oberhand gewinnt. Wer die Hand schüttelt will aus seinem Vis-a-vis möglichst viel herausholen, wer mit seinen Fingerspitzen den Puls des anderen bedeckt, will ihn kontrollieren...

Gerade in den verkaufsorientierten Abteilungen einer Dienstleistungsbranche steht die Beobachtung des Kunden im Vordergrund. Ein Kellner, der wie Samy Molcho den Gang seiner Gäste zum Platz wahrnimmt, hat schon gewonnen, ehe mit dem Anzünden der Tischkerze "die Show beginnt". Wer große Schritte macht, will weiterkommen, hält sich nicht mit Details auf. Mit einem vorbereiteten Menü kann man hier gut punkten. Starkes ausschwingen mit den Armen bedeutet "großer Aktionsspielraum", Hinderliches wird gerne weggeschoben. Tendieren die Arme hingegen stärker nach hinten, dann ist das eher ein Zeichen für Vorsicht. Mit einem Dutzend weiterer Gangvarianten wurden die Seminarteilnehmer am 10. Juni im Salzburg Congress konfrontiert.

Samy Molcho versuchte auch auf häufige Fehler von Servicemitarbeiter einzugehen. Die geschulte gerade Haltung führe dazu, dass die tiefer sitzenden Gäste den Eindruck von Hochnäsigkeit bekommen. Bifokale Brillen bergen in dieser Hinsicht besondere Gefahren und sind für den Kundenkontakt von oben nach unten ungeeignet. "Und wer über die Brille schaut betrachtet sein Gegenüber ohnehin nur als vorübergehende Erscheinung," weiß Samy Molcho.

Der Wissenschaftler warnte aber davor, massiv die eigene Gestik verändern zu wollen. Zwar lässt sich das vermeiden kleiner Gesten, etwa wegwischender Handbewegungen, erarbeiten, wer aber als Schauspieler durchs Leben schreitet, begibt sich auf gefährliches Terrain und liefert sich der Gefahr des Stolperns aus. "Die Körpersprache kann nicht lügen," sagt Samy Molcho.

hogast versteht sich nicht nur als erfolgreiche Einkaufs-genossenschaft in engerem Sinn. Der im vergangenen Wirtschaftsjahr um 20 Prozent auf 280 Millionen Euro gewachsene Jahresumsatz ist zwar dem gemeinschaftlichen Einkauf von Verbrauchs-und Investitionsgütern durch Hotel- und Restaurantbetriebe in Österreich und Bayern zu verdanken, doch bleiben die Aktivitäten der hogast nicht darauf beschränkt. Zum von hogast deklariertem "Jahr der Qualität" gehört auch die erhöhte Aufmerksamkeit für das Know-how der Mitarbeiter und somit den Seminarbereich. Der Powertag mit Samy Molcho" hat dabei mehr als nur Geschmack auf das 8. hogast-Symposium am 8./9. Oktober 2002 gemacht.

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