Güterbeförderer vehement gegen Lkw-Fahrbeschränkung am Freitag

WKÖ-Vizepräsident Moser: "Vorliegender Entwurf kann die Stauprobleme des Pkw-Verkehrs nicht lösen"

Wien (PWK430) - Mit Nachdruck gegen die vorgeschlagene Novelle zur Ferienreiseverordnung spricht sich der Fachverband Güterbeförderung in der Wirtschaftskammer Österreich aus. "Der vorliegende Entwurf kann die Stauprobleme im Pkw-Verkehrs nicht lösen. An den Autobahnen würde das Chaos ausbrechen, da keine bzw. bei weitem nicht ausreichende Abstellflächen für Lkw zur Verfügung stehen", betonte Fachverbandsobmann und WKÖ-Vizepräsident Adolf Moser Freitag in einer Pressekonferenz des Fachverbandes.

Moser verwies bei dieser Gelegenheit auf eine einstimmig angenommene Entschließung des Fachverbandsausschusses vom Vortag (Donnerstag), in der sich alle Teilnehmer vehement gegen die geplante Novelle aussprechen. Dies betrifft insbesondere das heftig umstrittene Fahrverbot für Lkws am Freitag Nachmittag in der Zeit von 18.00 bis 22.00 Uhr.

"Der Entwurf ist familienfeindlich, da die Lenker bei einer geplanten Stehzeit von Freitag 18.00 bis 22.00 Uhr keine Gelegenheit mehr haben, rechtzeitig zu ihren Familien nach Hause zu kommen", führte Moser als weiteres Argument an. Auch würde diese Bestimmung zu massiven Schwierigkeiten in der Organisation der arbeits- und sozialrechtlichen Bestimmungen, insbesondere der Einsatzzeiten, führen.

"Der Entwurf berücksichtigt nicht, dass keine Ausweichmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Der Entwurf ist auch nicht EU-weit harmonisiert", kritisierte Moser. Zahlreiche Auftraggeber der Transporteure seien jetzt verunsichert, da sie mit massiven Schwierigkeiten bei Ver- und Entsorgung aber auch bei der zeitgerechten Erfüllung ihrer Verträge fürchten, berichtete der Fachverbandsobmann.

Sollte die Novelle so beschlossen werden, würden die Mitglieder aufgefordert, strikt "Dienst nach Vorschrift" zu machen. Dies würde aber in der Praxis bedeuten, dass auf den Service-Streifen der Autobahnen ab Freitag 18.00 dutzende bis hunderte Lkw-Züge stehen müssten, was sicher nicht zur Verkehrssicherheit beitragen würde, warnte Moser. (hp)

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