Ärztekammertag: Ärzte lehnen Chipkartengebühr-Inkasso ab

Pörtschach (OTS) - Der zur Zeit in Pörtschach (Kärnten) stattfindende Österreichische Ärztekammertag lehnt die Chipkarten-Gebühr in der vom Ministerrat am Donnerstag beschlossenen Form ab. Die Vollversammlung der Österreichischen Ärztekammer spricht sich dabei einstimmig gegen die Einhebung der Gebühr durch Vertragsärzte aus.

Für die Einhebung der Chipkarten-Gebühr stünden bei den sozialen Krankenversicherungen und der Wirtschaft bewährte Strukturen zur Verfügung, heißt es in einer Resolution des obersten Gremiums der österreichischen Ärzte. Die Ärztinnen und Ärzte mit der Einhebung zu betrauen, würde eine unzumutbare Belastung bedeuten. Man verfüge über keinerlei Infrastruktur, die jetzt schon knapp bemessene Zeit für die Patientenbetreuung dürfe keinesfalls durch eine zusätzliche Verwaltungstätigkeit beschränkt werden.

Allein der Aufwand für Einhebung und Abrechnung würde einen erheblichen Teil der geplanten Chipkarten-Gebühr in der Höhe von 10 Euro verschlingen. Daher sei das System in der vom Ministerrat beschlossenen Form auch aus wirtschaftlichen Gründen abzulehnen, so der abschließende Wortlaut der vom Ärztekammertag beschlossenen Resolution.

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