Mautentscheidung: Europaweite Interoperabilität garantiert

Mikrowelle stellt jüngere Technologie dar

Wien (OTS) - "Die klaglose Funktionalität von Mautsystemen bedarf jahrelanger Erfahrung. Erfahrung, die wir in den letzten 10 Jahren mit unseren High-Tech Bemautungssystemen in mittlerweile 28 Ländern Europas, Asiens, Lateinamerikas und Australien gesammelt und uns am Weltmarkt etabliert haben", so Mag. Georg Kapsch.

Durch die Vergabe der LKW-Maut an das Konsortium Autostrade, das Mikrowellentechnologie einsetzt, ist eine europakonforme Entscheidung gefallen. Denn die Mikrowellentechnologie hat sich in den Bestrebungen zur Standardisierung von Telematikanwendungen durch das Europäische Normungsinstitut (CEN) als einzige Technologie bewährt. So wurde erst kürzlich im Rahmen des EU-Projektes CESARE II durch die Vereinigung der Europäischen Mautstreckenbetreiber (ASECAP) eine einheitliche Mauttransaktion definiert, die die Grundlage für die Interopabilität der unterschiedlichen Systeme in Europa darstellt. Zentraler Punkt dabei ist die Kommunikationsschnittstelle, eine 5,8 GHz Mikrowellenschnittstelle gemäß CEN TC 278 - genau diese ist auch in der Mautausschreibung Deutschlands zwingend vorgeschrieben.

In Zusammenarbeit mit internationalen Experten aus den Bereichen Forschung & Entwicklung, Industrie und Wissenschaft haben sich die Europpass/Autostrade und Asfinag also für eine moderne und zukunftsorientierte Technologie entschieden, die als weltweit einzige auf eine breite Palette von bereits installierten und klaglos funktionierenden Referenzprojekten verweisen kann. Überdies stellt dies eine Lösung dar, die nahezu zu 100 % von österreichischen Unternehmen umgesetzt wird. Die direkte Folge davon ist, dass bestehende Arbeitsplätze erhalten und neue geschaffen werden.

"Nach einigen Verzögerungen bei der Vergabe ist unser Ziel, durch die rasche Umsetzung des Projektes die für die Asfinag dringend erforderlichen Mittel zur Verbesserung und Erhaltung der heimischen Infrastruktur ehest möglich zu erschließen", so Mag. Kapsch weiter. Unverständlich ist für Kapsch in diesem Zusammenhang, dass der allgemein bekannte Bedarf einer schnellen Umsetzung von einigen Mitbewerbern völlig ignoriert, und damit das gesamte Projekt blockiert wird. Es scheint fast so, als wollte etwa Siemens durch die bewusste Verdrehung von Tatsachen eine endgültige Vergabe der LKW-Maut verhindern. Auch die von Siemens in den Raum gestellte Aussage hinsichtlich einer tendenziösen Ausschreibung in Richtung Mikrowellen-Technologie entbehrt jeder Grundlage.

Bei der Mautvergabe in Deutschland ist definitiv noch keine Entscheidung gefallen. Weiters ist allgemein bekannt, dass Deutschland ein weitgehend manuelles System mit "elektronischen Nebenerscheinungen" (Ticketlösung und/oder teurer und aufwendiger Einbau eines Bordrechners) vorsieht. Ein Mauthütten- oder Ticketsystem wurde im Jahr 2000 durch Minister Schmid und die Aufhebung der "alten" Ausschreibung jedoch für Österreich ausgeschlossen. Auch die Behauptung, dass ein GSM/GPS System eine moderne Lösung sei, stimmt nicht. "Nur weil es sich um etwas komplett unerprobtes handelt, ist es noch lange nicht modern", führt Georg Kapsch aus.

Im europäischen Kontext geht es also um eine europaweite Harmonisierung - Mikrowellen-Technologie ist derzeit bereits in Österreich, der Schweiz, Frankreich, Spanien, Großbritannien, Niederlande, Dänemark, Schweden, Norwegen, Finnland, Italien, Slowenien, Kroatien, Polen, Griechenland und Türkei im Einsatz - und Interopabilität der Mautsysteme. Für Österreich geht es dabei um den größtmöglichen Nutzen für unser Land: Um eine zeitgerechte, vor allem aber lückenlose Fertigstellung eines nach Aufbau funktionierenden Systems, verbunden mit der großen Chance für die österreichische Wirtschaft, eine weitere weltweit anerkannte Visitenkarte für Modernität, Kompetenz und Zuverlässigkeit zu schaffen. Das alles garantiert die Entscheidung der Asfinag im Rahmen der LKW-Maut-Vergabe. "Dieses für die Infrastruktur, für die Menschen und für die Wirtschaft in Österreich so wichtige Projekt darf daher nicht länger blockiert werden", so Mag. Kapsch abschließend.

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