Waneck: Unfälle sind Todesursache Nr. 1 im Vorschulalter

Österreich muss "kindersicherer" werden

Wien, (BMSG/STS) - "Österreich liegt bei der Kindersterblichkeit durch Unfälle innerhalb der Europäischen Union am vorletzten Platz", kritisierte heute FP-Gesundheitsstaatssekretär Univ. Prof. Dr. Reinhart Waneck, anlässlich einer Pressekonferenz zur European Child Safety Week. "Unsere Aufgabe ist es nun Österreich ‚kindersicherer’ zu machen." ****

Vergangenes Jahr hat die UNICEF eine Studie vorgestellt, wonach Österreich bei der Kindersterblichkeit durch Unfälle innerhalb der Europäischen Union am vorletzten Platz liegt. Hierbei handle es sich zwar um relativ alte Zahlen, so Waneck, der darauf verwies, dass diese Zahlen aus den Jahren 1990-1995 stammten, trotzdem müsse auf diesem Gebiet rasch etwas geschehen. In der Zwischenzeit gab es zwar bereits einen weiteren Rückgang, zuletzt aber wieder einen Anstieg. "Nach wie vor ist die Sterblichkeit jedoch doppelt so hoch wie etwa in Schweden. Das wollen wir nicht hinnehmen", betonte Waneck. "Österreich soll ein führendes Land auch in Punkto Kindersicherheit werden."

Die heurige Aktion "Sicher für Dich da" sei der österreichische Beitrag zur ersten European Child Safety Week. Die österreichische Kindersicherheitswoche sei eine gemeinsame Anstrengung vieler Institutionen mit dem Ziel die Zahl der Kinderunfälle zu verringern:
Institut "Sicher Leben", "Große schützen Kleine", Kinderfreunde, Zivilschutzverband und viele andere Institutionen - in Zukunft hoffentlich noch mehr, so Waneck.

Vor einem Jahr wurde die European Child Safety Alliance gegründet in der nahezu alle europäischen Länder vertreten sind. Österreich nimmt durch das Institut "Sicher Leben" und "Große schützen Kleine" teil, so Waneck. Ziel sei es, so Waneck weiter, bei der Sicherheit von Produkten und Dienstleistungen verstärkt auf Kinder Rücksicht zu nehmen. Weiters sei geplant, dass die Europäische Union Forschung (Statistik) über Kinderunfälle betreiben solle und professionelle Schulung zur Unfallverhütung im Kindesalter angeboten werden.

Als Teil des EU-Aktionsplans für mehr Kindersicherheit startet das Institut "Sicher Leben" gemeinsam dem Bundesministerium für soziale Sicherheit und Generationen, hagebau, und der Generali Gruppe Österreich eine Informationskampagne. Viele Partner (Gesundheitseinrichtungen, Kinder- und Jugendorganisationen, Banken und Versicherungen, Print- und elektronische Medien, etc.) unterstützen die Aktion um Risiken aufzuzeigen und Eltern, Großeltern, KindergärtnerInnen, Babysitter uvm. über dieses Thema zu informieren und auf bekannte Gefahrenquellen aufmerksam zu machen, schloss Waneck. (Schluss) mg bxf

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