FPÖ fordert Sonderprüfung der Wohnbaugenossenschaft "Wien-Süd"

Wien, (OTS) Eine Sonderprüfung der Wiener Wohnbaugenossenschaft "Wien-Süd" forderten Freitag LAbg. Dr. Wilfried Serles und LAbg. Dr. Herbert Madejski in einer Pressekonferenz der FPÖ. Die Freiheitlichen Politiker werfen der Wohnbaugenossenschaft vor, Grünland-Grundstücke zu weit überhöhten Preisen - genannt wurden 2.800 Schilling pro Quadratmeter ggü. einem tatsächlichen Wert von 500 Schilling pro Quadratmeter - angekauft zu haben. Die Genossenschaft habe damit spekuliert, dass das Grünland in Bauland umgewidmet wird, diese "Grundstücksspekulation ist aber geplatzt", so Serles und Madejski. Die FPÖ-Politiker sprechen von einer Schadenssumme in der Höhe von 100 Millionen Schilling.

Da die Wiener Landesregierung auch Aufsichtsbehörde über die Wiener Wohnbaugenossenschaften sei, müsse der zuständige Wohnbaustadtrat eine Sonderprüfung von "Wien-Süd" veranlassen. Geprüft soll dabei werden: Die tatsächliche Schadenshöhe, ob der Schaden auch in der Bilanz ausgewiesen wurde, ob die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Genossenschaft dadurch beeinflusst wurde, ob der Aufsichtsrat dem Ankauf zugestimmt hat und mit welchen Argumenten der Vorstand vom Aufsichtsrat die Zustimmung erbat. Weiters soll geprüft werden, ob bereits gegen jemanden Schadenersatzansprüche gestellt wurden, ob Strafanzeige erstattet wurde und welcher Politiker konkret dafür verantwortlich ist. Serles und Madejski meinten in dem Pressegespräch, dass nur von einem Stadtrat oder einem Bezirksvorsteher oder "aus dem Umfeld der Flächenwidmung" die Ankaufstipps gekommen seien können und von dieser Stelle auch eine Umwidmung signalisiert worden sei.

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