Fraport AG rechnet im dritten Quartal wieder mit mehr Passagieren

Frankfurt/M. (OTS) - Positiver Abschluss des
Raumordnungsverfahrens sorgt für Optimismus - LH-Chef Weber: "FRA bleibt unser Hauptpartner"

Die Verkehrszahlen am Frankfurter Flughafen weisen im Mai das bislang beste Monatsergebnis des Jahres aus. In diesem Monat nutzten 4,2 Millionen Passagiere den Airport, nur noch 1,3 Prozent weniger als im vergleichbaren Vorjahresmonat. Dieses relativ gute Ergebnis hängt zwar auch mit einer niedrigen statistischen Basis zusammen - im Vorjahreszeitraum streikten die Piloten der Lufthansa -, bestätigt aber dennoch die Einschätzung der Fraport AG, die mit ersten positiven Werten für das dritte Quartal 2002 rechnet.

Sorge bereitet dem Flughafenbetreiber nach wie vor die schlechte Konjunktur und das noch schwache Urlaubsgeschäft. Deutsche Reiseveranstalter sprechen in diesem Zusammenhang von einer konjunkturbedingten Zurückhaltung bei Buchungen, auch wenn mit zunehmender Preissensibilität einzelne Ziele wieder Zuwächse zeigen. So erzielte in Frankfurt beispielsweise das Reiseland Türkei ein positives Ergebnis, auch Ägypten bewegt sich in Richtung Wachstum.

Positiv war im Mai das Luftfrachtaufkommen an Deutschlands größtem Flughafen. 121.100 Tonnen wurden in diesem Monat hier umgeschlagen, ein Plus von zwei Prozent. Erfahrungsgemäß ist die Luftfracht ein wichtiger Frühindikator für die Entwicklung der Weltwirtschaft. Somit könnte das aktuelle Ergebnis ein Indiz für die im zweiten Halbjahr erwartete Erholung der Weltwirtschaft und damit auch das erste Anzeichen für den erhofften Aufschwung in Deutschland sein.

Ebenso wie die Fraport AG glauben auch die Airlines an den Aufschwung. Dies bestätigte der Lufthansa-Vorstandsvorsitzende Dipl.-Ing. Jürgen Weber in einem gemeinsamen Pressegespräch mit Dr. Wilhelm Bender, Vorstandsvorsitzender der Fraport AG, am Frankfurter Flughafen. "Die Lufthansa setzt auf Wachstum und sie setzt auf den Ausbau ihres Hauptstandorts Frankfurt", erklärte Weber. "Der Airport hat unter anderem eine überragende Bedeutung für die deutsche Exportwirtschaft." Er begrüße daher ausdrücklich den Abschluss des Raumordnungsverfahrens als wichtigen Schritt für die Ausbaupläne der Fraport AG. "Frankfurt darf nicht ausgebremst werden", so die Forderung des Lufthansa-Vorstandsvorsitzenden, "denn unser Hauptpartner ist und bleibt FRA!"

Auch Dr. Wilhelm Bender äußerte sich positiv zur Beurteilung des Raumordnungsverfahrens. Hierin wird vorrangig die Variante Nordwest als raumverträglich ausgewiesen. "Diese für den Luftverkehrsstandort Deutschland wichtige Beurteilung ist ein bedeutender Schritt, um Frankfurt an den mittel- und langfristigen Entwicklungs- und Wachstumsmöglichkeiten der Luftfahrtbranche teilhaben zu lassen", sagte Bender.

Dass die Branche mit einem baldigen Aufschwung rechnet, macht auch die aktuelle Zahl der Starts und Landungen am Frankfurter Flughafen deutlich. Die Flugzeugbewegungen im Mai erzielten erstmals in diesem Jahr ein leicht positives Ergebnis: 39.209 Starts und Landungen (plus 0,4 Prozent) wurden gezählt. Bis Ende Mai nahmen die Airlines fast alle nach dem 11. September vorübergehend eingestellten Flüge wieder auf. Nach wie vor setzen die Fluggesellschaften allerdings teilweise noch kleinere Flugzeugtypen ein. Daher lagen im Mai die Höchststartgewichte mit 2,1 Millionen Tonnen 2,8 Prozent unter der Vergleichszahl des Vorjahresmonats.

Verkehrszahlen im Mai 2002 am Flughafen Frankfurt

Veränderung (2) Veränderung (2) Mai Mai 02 / Jan.-Mai Jan.-Mai 2002 Mai 01 2002 02/01

Passagiere 4,2 -1,3% 18,6 -4,2%
in Mio.

Luftfracht 121,1 2,0% 594,7 -4,5%
in tausend Tonnen

Luftpost 10,9 4,5% 57,8 0,4%
in tausend Tonnen

Flugbewegungen 39,2 0,4% 183,4 -1,6%
in Tausend (1)

Höchststartgewichte 2.120,1 -2,8% 9.820,8 -6,1 (MTOW) in tausend Tonnen

Pünktlichkeit
Anteil pünktlicher
Ankünfte 86,6 81,4
und Abflüge in Prozent

(1) ohne Militärflüge
(2) Veränderungsraten basieren auf nicht gerundeten Zahlen

ots Originaltext: Fraport AG

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