Greenpeace-Büro heute in Budapest eröffnet

Ungarn soll wichtige Rolle im europäischen Umweltschutz spielen

Budapest/Wien (OTS) - Gerd Leipold, Geschäftsführer von Greenpeace International, eröffnete heute in Budapest ein neues Kampagnenbüro als Teil des neuen Regionalbüros "Greenpeace Zentral- und Osteuropa" (CEE), das Österreich, Ungarn, die Slowakei und Rumänien umfasst. Die erste Kampagne des neuen Regionalbüros mit Hauptsitz in Wien richtet sich gegen die Wasserverschmutzung in der Theiß-Region und gegen Industriebetriebe in von Umweltverschmutzung schwer betroffenen Gebieten.

In Rumänien, in der Slowakei und in Ungarn ticken noch viele ökologische Zeitbomben, wie ungesicherte brennende Mülldeponien, giftige Fabrikabwässer und tote Flüsse, unzureichend gesicherte Teiche mit Zyanidrückständen und undichte Rohrleitungen. In den folgenden zwei Monaten organisiert Greenpeace die "Clean Water Tour 2002" gegen die Wasserverschmutzung. Aktivisten werden Trinkwasserproben untersuchen, Industrieabwässer testen und die Menschen in mehr als 20 Städten über Umweltverschmutzung informieren. Um überall unabhängig arbeiten zu können, hat die Umweltorganisation einen Aktionsbus gebaut, der technisch und ökologisch am neuesten Stand ist. Er soll als mobiles Büro und Labor während der Tour dienen.

"Ungarn ist im Umweltschutz weit vorne und auch eines der Länder, die am intensivsten an der Vorbereitung des Weltkongresses zur nachhaltigen Entwicklung im August 2002 in Johannesburg beteiligt sind. Wir sind optimistisch, dass Ungarn eine führende Rolle in der europäischen Umweltpolitik spielen wird", sagte Gerd Leipold, Geschäftsführer von Greenpeace International. Leipold strich auch die internationale Bedeutung der EU-Beitrittsländer heraus: "Es ist wichtig, dass die neuen EU-Länder eine starke Position in Brüssel haben werden und die EU-Umweltpolitik nicht aufweichen dürfen."

"Umwelt kennt keine Grenzen, darum müssen auch unsere Kampagnen grenzüberschreitend sein. Um dies zu betonen, hat Greenpeace in den letzten Jahren Regionalbüros in Süd-Ost-Asien und jetzt in Zentral-und Mitteleuropa eröffnet", unterstrich Bernhard Drumel, Geschäftsführer des neuen Büros. Drumel hob auch den Protest der Ungarn gegen den Damm des Kraftwerks "Nagymaros" als ökologischen Meilenstein in Zentral- und Osteuropa hervor. "Es gibt leider noch viele ungelöste Probleme in dieser Region. Dennoch hat die Umwelt in dieser Region keinen Vorrang und internationale finanzielle Unterstützungen für dringende ökologische Verbesserungen fehlen für viele wichtige Projekte. Wir wollen dort mit Taten statt Worten zu einer Lösung beitragen", skizziert Drumel das Vorhaben der Umweltorganisation.

"Was wir in der Theiß-Region besonders in Rumänien bei unseren Recherchen gesehen haben, war schrecklich", berichtete der ungarische Greenpeace-Kampagner Roland Csaki. "Seit den furchtbaren Unfällen im Jahr 2000, als Zyanid und Schwermetalle alles Leben in der Theiß getötet haben, ist fast nichts geschehen. Wir müssen die internationale Aufmerksamkeit auf dieses Gebiet richten und wir brauchen dort dringend Unterstützung für Umweltschutzprojekte", appelliert Csaki an internationale Geldgeber.

Rückfragen & Kontakt:

Matthias Schickhofer,
Leiter der Medienabteilung,
Tel.: 0676-7309786 (vor Ort in Budapest)
MMag. Franko Petri,
Pressesprecher Greenpeace,
Tel.: 0676-5147246 (für Anfragen in Wien)
Dr. Bernhard Drumel,
Geschäftsführer Greenpeace CEE,
Tel.: 0664-5482487 (vor Ort in Budapest)
Mag. Roland Csaki,
Greenpeace Büro Budapest,
Tel.: 0036-209-532225 (vor Ort in Budapest)

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