FSG: Sicherheitswache stellt letzte Frist an Strasser

Vom Gespräch am 18.6.2002 hängt weiteres Vorgehen ab

Wien (FSG). Eine letzte Frist stellt die Sicherheitswache an Innenminister Strasser. Als Messlatte für das weitere Vorgehen wird dabei das Ergebnis des Gesprächs zwischen der GÖD und dem Innenminister am kommenden Dienstag herangezogen. Sollte Strasser sich nicht einsichtig zeigen, wird man umgehend reagieren.++++

Der Vorsitzende der Polizeigewerkschaft Franz Pail: "Minister Strasser hat sich durch seine Politik des Kaputtsparens schon nach zwei Jahren Amtszeit als ein absolutes Sicherheitsrisiko entpuppt. Unter dem Deckmantel der Organisationsveränderung kommt es im Bereich der Exekutive zu einem massiven Personalabbau und damit zu einer Gefährdung der Sicherheit in Österreich. Konkret sollen in Wien neun Kommissariate geschlossen werden. Optimale Sicherheit gibt es in Wien aber nur dann, wenn jeder Bezirk weiterhin sein eigenes Kommissariat hat. Darüber hinaus wurden auch die bewährten Mobilen Einsatzkommandos (MEK) zerschlagen und die Ausbildung grob vernachlässigt, weil die Polizeischule leer steht. Damit nicht genug, missachtet der Minister bei seinen nicht nachvollziehbaren personellen Maßnahmen auch noch die grundlegenden Regeln des Bundes-Personalvertretungsgesetzes."

"Das alles bereitet uns große Sorgen, denn die Leidtragenden sind auf jeden Fall die Bürger, denen nicht mehr die Sicherheit gewährleistet werden kann, die sie jahrzehntelang gewöhnt waren. Leider ist zu befürchten, dass Strasser von diesem falschen Weg nicht abzubringen ist. In diesem Fall sieht sich die Gewerkschaft gezwungen, mit gewerkschaftlichen Kampfmaßnahmen darauf zu reagieren", so Pail abschließend.

FSG, 14. Juni 2002
Nr. 057

Rückfragen & Kontakt:

Vorsitzender der Polizeigewerkschaft
Mobil: 0664 / 462 69 72

Franz Pail

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NGS/NGS