Lemler: Gewerbeordnungsnovelle bringt mehr unternehmerische Freiheit für den Handel!

Ausweitung der Nebenrechte eröffnet Marktchancen

Wien (PWK) "Die heute vom Parlament beschlossene Gewerberechtsnovelle ist ein wichtiges Signal in Richtung mehr Flexibilität und Kndennähe", beurteilt Erich Lemler, Obmann der Sparte Handel in der Wirtschaftskammer Österreich, den heutigen Beschluss des Nationalrats positiv. Eine spürbare Ausweitung der Nebenrechte steht im logischen politischen Zusammenhang mit dem Trend zur Liberalisierung, der auch zur Umwandlung des Handels in ein freies Gewerbe geführt hat.

So wurde beispielsweise mit der höchst sonderbaren Abgrenzung der Verabreichungsbefugnisse des Lebensmittelhandels aufgeräumt. Bisher durfte ein Lebensmittelhändler nur Faschierte Laibchen verabreichen, nicht aber Sojalaibchen. "Damit ist jetzt Schluss", freut sich Lemler. "In Zukunft darf ein Lebensmittelhändler alle Speisen auf maximal acht Verabreichungsplätzen in einfacher Art servieren."

Den Bedürfnissen des Marktes wird die Novelle auch insoweit gerecht, als die Montagerechte des Handels ausgeweitet und dem fachlich einschlägigen Handel darüber hinaus die Ausübung der Teilgewerbe zugestanden wurde. So dürfen etwa Textilhändler in Zukunft unter bestimmten Voraussetzungen Änderungsschneiderei-Arbeiten durchführen.

Wenn ein wichtiger Teil des Auftrages dem Handelsgewerbe zukommt, wird ein Händler als Generalunternehmer auftreten dürfen. So wird es beispielsweise für einen Sanitärwarenhändler möglich sein, den Gesamtauftrag "Verkauf einer Badewanne samt Montage und Rohrverlegung" zu übernehmen, wenn er sich für die Rohrverlegung eines Installateurs bedient und sein Handelsschwerpunkt gewahrt bleibt.

"Der Berufsausbildung wird in Zukunft trotz der Abschaffung des Befähigungsnachweises noch stärkere Bedeutung zukommen als bisher", ist Lemler überzeugt. "Der Trend geht eindeutig in Richtung mehr Qualifikation. Und die Marktkräfte sind à la longue immer noch stärker gewesen als gesetzliche Regelungen."

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