Müller: Lombardclub: "Gerechte Strafe für Meineidbauern!"

Wien, 2002-06-13 (fpd) - Der freiheitliche Bankensprecher, Abg. Dir. Hans Müller, forderte heute in der Causa Lombardclub zusätzliche gerechte Strafen für das rechtswidrige Verhalten der Banker. ****

In den letzten Jahren hätten sich die Generaldirektoren der größten österreichischen Banken rund 300 mal im vornehmen Hotel Bristol standesgemäß aber rechtswidrig zu Zins- und Gebührenabsprachen getroffen. Dieser Lombardclub, der auch wegen der Nichteinhaltung der gefaßten Beschlüsse auch "Klub der Meineidbauern" genannt werde, führte seine rechtswidrigen Tätigkeiten auch nach dem Betritt Österreichs zur EU ungeniert weiter, obwohl sich die einzelnen Bankenvertreter im klaren gewesen seien, daß Absprachen dieser Art in der EU verboten seien, so Müller.

Im Jahre 1988 wurde von RA Dr. Dieter Böhmdorfer gegen dieses Kartell Klage erhoben. Fazit: Nach fünf Jahren gibt es nun einen Schuldspruch und Strafzahlungen in Höhe von rund 125 Mio. Euro. "Leider kommen diese Gelder nicht der österreichischen Bevölkerung zugute, wo sie auch hingehörten, sonder sie fließen in die unersättlichen Töpfe der EU", sagte Müller.

Fast zynisch werde nun seitens der betroffenen Banken die Feststellung getroffen, daß die ausgesprochenen Strafzahlungen die Bilanzen nicht negativ beeinflussen würden, da man bereits (im Bewußtsein der rechtswidrigen Handlungen) steuerschonende Rücklagen gebildet habe, ergänzte der Bankensprecher.

"Wenn die heimischen Banken Strafzahlungen in Höhe von rund 125 Mio. Euro so locker wegstecken können, würde es der Anstand gebieten, nun den gleichen Betrag für die geschädigten Konsumenten zur Verfügung zu stellen, oder aber diesen Betrag karitativen Zwecken zur Verfügung zu stellen", forderte Müller. (Schluß)

Rückfragen & Kontakt:

Tel.: (01) 40 110 /5814

Freiheitliches Pressereferat

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NFC/NFC